18.12.2019

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (129)

  • Europäische Kommission (EK)
    Europäische Union verstärkt Zusammenarbeit beim Kampf gegen grenzüberschreitende Kriminalität. Die EU ist künftig besser gewappnet für die Bekämpfung grenzüberschreitender organisierter Kriminalität wie Terrorismus, Schleuser- oder Cyberkriminalität: ab dem 12.12.2019 gelten neue Regeln für Eurojust, die EU-Agentur der für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen. Damit wird die Zusammenarbeit zwischen Eurojust, den Justizbehörden der Mitgliedstaaten, Europol, der Europäischen Grenz- und Küstenwache und dem Europäischen Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) erleichtert. Eurojust ist seit 2002 kontinuierlich gewachsen und unterstützte allein im vergangenen Jahr 6.500 Ermittlungen gegen schwere organisierte Kriminalität.

  • Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH)
    Merkblätter und Filme "Seelisch gesund aufwachsen". Mit dem Ziel, die Elternkompetenzen zu stärken, erläutern zehn Merkblätter und Filme die seelischen Bedürfnisse und entwicklungsbezogenen Bedarfe der Kinder von Geburt an bis zum sechsten Lebensjahr. Die Materialien enthalten auch Informationen und alltagsnahe Empfehlungen, wie Eltern die seelische Gesundheit ihres Kindes fördern können.

  • Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein (www)
    Gewaltmonitoring an Schulen. Jeden Tag lernen und arbeiten fast 400.000 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte an den schleswig-holsteinischen Schulen. Im vergangenen Schuljahr 2018/19 meldeten die Schulen 585 Einzelfälle, bei denen insgesamt 756 Taten verübt wurden. Das liegt daran, dass ein Fall mehreren Arten von Gewalt zugeordnet werden kann, zum Beispiel psychischer Gewalt in Tateinheit mit Körperverletzung. Die neue Online-Statistik erfasst alle Gewaltvorkommnisse, auf die die Schulen mit disziplinarischen Strafen reagiert haben. Das bedeutet, dass die Schule den Täter entweder vom Unterricht ausschließt, in eine Parallelklasse oder sogar in eine andere Schule versetzt.

  • Statistisches Bundesamt (DESTATIS)
    Zahl der Verkehrstoten sinkt im Jahr 2019 voraussichtlich auf neuen Tiefststand. Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland wird im Jahr 2019 voraussichtlich einen neuen Tiefststand erreichen. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die auf vorliegenden Daten für den Zeitraum Januar bis September 2019 basiert, dürfte die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr auf etwa 3 090 zurückgehen. Das wäre der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren. Die bisher niedrigste Verkehrstotenzahl lag 2017 bei 3 180 Verkehrstoten. 2018 waren 3 275 Menschen auf deutschen Straßen ums Leben gekommen. Auch bei der Zahl der Verletzten ist im Jahr 2019 gegenüber 2018 ein Rückgang zu erwarten, und zwar um etwa 3 % auf rund 383 000. Dennoch bedeutet dies weiterhin täglich durchschnittlich 8 Todesopfer und mehr als 1 000 Verletzte im Straßenverkehr. 

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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