21.10.2020

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (170)

  • Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2020
    Der Lagebericht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt einen Überblick über die Entwicklung der Bedrohungslage im Cyber-Raum vom 1. Juni 2019 bis zum 31. Mai 2020 und über die Aktivitäten und Gegenmaßnahmen des BSI. Danach ist die aktuelle Gefährdungslage weiterhin geprägt von Cyber-Angriffen mit Schadsoftware, die in immer neuen Varianten und mit teils ausgefeilten Methoden eingesetzt wird. Die Zahl der Schadprogramme übersteigt inzwischen die Milliardengrenze. Allein im Berichtszeitraum sind 117,4 Millionen neue Varianten hinzugekommen, somit etwa 320.000 neue Schadprogramme pro Tag. Weiterhin dominant ist die Schadsoftware Emotet, die das BSI schon vor rund zwei Jahren als gefährlichste Schadsoftware der Welt bezeichnet hatte. Sie bietet Angreifern zahlreiche fortschrittliche Angriffsmöglichkeiten. Daten werden immer öfter nicht nur verschlüsselt, sondern von Cyber-Kriminellen kopiert und ausgeleitet. Die Angreifer drohen zusätzlich damit, die Daten an Interessenten zu verkaufen oder zu veröffentlichen. Damit erhöhen die Angreifer den Druck auf das Opfer, der Lösegeldforderung nachzukommen.

  • App-Check: Neue Plattform hilft bei der App-Auswahl
    "Ist meine Android-App sauber oder eine heimliche Datenschleuder? Das kann man jetzt selbst herausfinden - auf der neuen Plattform „App-Check“. Online ab heute auf mobilsicher.de. Was passiert unter der Oberfläche von Apps? Welche großen Firmen lesen mit, welche Daten werden versendet? Seit heute können Verbraucherinnen und Verbraucher sich diese Fragen selbst beantworten. Die neue Datenbank „App-Check“ liefert genaue Informationen zum Datensendeverhalten von Android-Apps. Zum Start sind rund 33.000 Apps abrufbar." Quelle: klicksafe.de

  • Bundeskabinett beschließt neues Jugendschutzgesetz
    41% der Kinder und Jugendlichen fühlen sich im Internet gemobbt, beschimpft und beleidigt oder massiv von Fremden belästigt und bedrängt. Um diesen Risiken wirksam zu begegnen, hat das Bundeskabinett heute den vom Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) vorgelegten Entwurf eines modernen Jugendschutzgesetzes beschlossen. Das neue Jugendschutzgesetz beabsichtigt insbesondere folgendes: (1) Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Interaktionsrisiken wie Mobbing, sexueller Anmache oder Kostenfallen (2) Orientierung für Eltern, Fachkräfte und Jugendliche durch einheitliche Alterskennzeichen und (3) Durchsetzung der Regelungen auch gegenüber ausländischen Anbietern, die Kinder und Jugendliche besonders viel nutzen. 

  • Dun­kel­feld­be­fra­gung „Sicherheit und Krimi­nalität in Deutsch­land“ (SKiD)
    Ab dem 19.10.2020 erhalten über 120.000 Bürgerinnen und Bürger, die per Zufall ausgewählt wurden, Post im Auftrag des Bundeskriminalamts (BKA): Mit einem Ankündigungsschreiben werden sie über das Projekt „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland (SKiD)“ informiert und gebeten, sich an der Befragung zu beteiligen. Die offizielle Einladung mit Fragebogen folgt ab Anfang November. SKiD ist die Dunkelfeldstudie des BKA und der Polizeien der Länder. Das BKA setzt sie mit Unterstützung des beauftragten Umfrageinstituts infas in enger Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten der Polizeien aller 16 Bundesländer um. Die Befragung soll ab sofort alle zwei Jahre durchgeführt werden. Befragt werden Bürgerinnen und Bürger aus allen Bundesländern. Bezogen auf die Einwohnerzahl werden besonders viele Personen in Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen befragt: Diese Bundesländer haben von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die auf sie entfallene Stichprobe zu erhöhen. SKiD hat das Ziel, das Wissen über Kriminalität und den Schutz vor Kriminalität zu verbessern. Hierfür sollen Erkenntnisse zum Dunkelfeld, also zu den der Polizei nicht bekannt gewordenen Straftaten, gewonnen werden. Erforscht werden auch die Umstände und die Folgen des Opferwerdens, das Ausmaß der Furcht vor Kriminalität und die Wahrnehmung der Arbeit der Polizei in der Bevölkerung.

  • Cyber-Sicherheit: Angriffe werden raffinierter, zielgerichteter und häufiger
    Die Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) hat am 20.10.2020 ihren Jahresbericht über Cyber-Bedrohungen im Zeitraum zwischen Januar 2019 und April 2020 veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass Cyber-Angriffe weiter zunehmen. Dabei werden die Angriffe raffinierter und zielgerichteter, sind weiter verbreitet und bleiben häufig unentdeckt. In den meisten Fällen stecken finanzielle Absichten hinter den Attacken. Zudem ist eine Zunahme von Phishing, Spam und gezielten Angriffen in den sozialen Medien zu beobachten.

 

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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