21.09.2021

CoronaKrim: (Kriminal-) Prävention in Zeiten der Corona-Virus-Pandemie (77)

Die COVID-19-Pandemie hat einen schrecklichen Tribut an Leben, Krankheit und wirtschaftlicher Verwüstung gefordert und hat vielfältige Auswirkungen auf Gewalt, Kriminalität und Prävention. Deshalb veröffentlicht die Tägliche Präventions-News wöchentlich aktuelle Informationen unter dem Label CoronaKrim. Internationale Nachrichten und Informationen werden ebenfalls wöchentlich in englischer Sprache unter dem Label Corona Crime Issues im Rahmen der Daily Prevention News veröffentlicht. Eine Auflistung zentraler Informationsquellen zum gesamten Themenkomplex Coronavirus und COVID-19 veröffentlicht der DPT hier.

(77.1) Empfehlungen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen
Auch in der Pandemie brauchen Kinder offene Schulen und Kitas und Sportangebote in der Freizeit. Darauf weist die Interministerielle Arbeitsgruppe (IMA) "Gesundheitliche Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche durch Corona" hin, die das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesfamilienministerium gemeinsam eingesetzt haben. Dafür müssten die vorhandenen Schutzkonzepte umgesetzt und die Kinder regelmäßig getestet werden, bevorzugt mit gepoolten PCR-Lollitests. Außerdem sei es wichtig, dass für alle Kinder und Jugendliche Präventionsangebote zugänglich sind und besonders belastete junge Menschen gezielter unterstützt werden. Die Arbeitsgruppe hat ihre Ergebnisse am 15.09.2021 dem Bundeskabinett vorgelegt. Quelle: BMFSFJ (EM)

(77.2) Fast zwei Drittel der Eltern fühlten sich durch Schulschließungen gestresst
"Mehr als 60 Prozent der Eltern haben sich durch den Distanzunterricht infolge der Corona-Pandemie immer oder sehr häufig gestresst gefühlt. Das ergab eine Befragung des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Dabei wurden im Juni und Juli 2021 knapp 6.000 Eltern von Grundschulkindern in Nordrhein-Westfalen zur Lern- und Alltagssituation während der zweiten Phase der Pandemie befragt. Für die Analyse wurden die Befragungsergebnisse durch kleinräumige Daten etwa zum Einkommen in den jeweiligen Stadtvierteln der Schulen ergänzt." Quelle: idw (EM)

(77.3) AOK-Fehlzeiten-Report 2021
Je anpassungsfähiger und flexibler Beschäftigte sich selbst und ihr Unternehmen in der Pandemie empfunden haben, desto besser bewerten sie ihren Gesundheitszustand und ihr individuelles Wohlbefinden. Insgesamt sind bei vielen Beschäftigten jedoch besonders die psychischen Beschwerden im Zuge der Pandemie gestiegen. Das sind zentrale Ergebnisse einer Befragung von mehr als 2.500 Beschäftigten zwischen 20 und 65 Jahren für den Fehlzeiten-Report 2021 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), die im Frühjahr 2021 durchgeführt worden ist. Die große Mehrheit der Befragten zeigt sich trotz fast zwölf Monaten des Arbeitens im Ausnahmezustand optimistisch und voller Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Quelle: AOK (EM)

(77.4) Neue Arbeitsmodelle: Whitepaper zeigt, wie es nach Corona weitergeht
"Die wenigsten Unternehmen haben eine klare Vision, wie ihr Arbeitsmodell nach der Corona-Pandemie aussehen soll. Ein Forschungsteam vom Fraunhofer IPA hat sich in einer internen Studie mit dieser Frage beschäftigt. Ihre Erkenntnisse sind auf andere Unternehmen übertragbar und liegen nun als Whitepaper vor." Quelle: idw (EM)

(77.5) Wo sich Pandemie-Profiteure bereichern: Die Corona-Millionäre
"Hoher Handlungsdruck, weniger Kontrollen: Die Pandemie erleichtert weltweit Korruption. In vielen Ländern fließen Gelder in die Taschen korrupter Unternehmer und Politiker. Den Preis zahlen die Armen." Quelle: SPIEGEL (EM)

(77.6) Versuchter Brandanschlag auf Impfzentrum in Sachsen
"Das Impfzentrum in Treuen (Vogtlandkreis) ist Ziel eines Brandanschlags geworden. Nach Polizeiangaben blieb es jedoch beim Versuch. Wie die Polizeidirektion Zwickau heute mitteilte, warfen Unbekannte gestern Abend gegen ein Rolltor der Einrichtung drei Bierflaschen mit einer brennbaren Flüssigkeit. Die Polizei vermutet Ethanol, eine genaue Analyse steht aber noch aus." Quelle: Ärzteblatt (EM)

(77.7) Arbeitszeiten während Corona: Lücke zwischen Frauen und Männern wieder größer
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Die Covid-19 Pandemie hat von Beschäftigten (und auch Unternehmen) sehr viel Flexibilität verlangt. Der aktuelle Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) zeigt ein dramatisches Bild des Arbeitszeitgeschehens im vergangenen Jahr: Denn die Arbeitszeitreduzierungen sind im Zeitvergleich extrem ungewöhnlich und fielen selbst während der Wirtschaftskrise 2008/2009 geringer aus." Quelle: idw (EM)

(77.8) Corona-Pandemie vergrößert Ungleichheit auf den Wohnungsmärkten
"Durch die Corona-Pandemie ist die Situation von potenziellen Immobilienkäuferinnen und -käufern in Deutschland noch schwieriger geworden. Auch Mieterinnen und Mieter bleiben stark belastet. Das ergibt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte neue Studie." 
Quelle: idw (EM)

(77.9) Online-Befragung Stu.diCo II zum Studienalltag in der Pandemie 
"Wie erleben Studierende den Studienalltag während der Corona Pandemie? Nach der im Juli 2020 von einem Wissenschaftsteam der Universität Hildesheim durchgeführten Online-Befragung Stu.diCo I liegen nun erste Daten aus der zweiten Befragungsrunde (Stu.diCo II) im Juli 2021 vor. Stu.diCo II wurde in Kooperation mit der Uni Münster entwickelt und durchgeführt." idw (EM)

(77.10) Cave-Syndrom: Wie wirkt sich Corona auf die Motivation zur sozialen Teilhabe aus?
"Nach Aufhebung der Kontaktbeschränkungen infolge der Corona-Maßnahmen erleben viele Menschen die Schwierigkeit, sich wieder an das normale soziale und berufliche Leben anzupassen. In einer Online-Studie der Goethe-Universität wird untersucht, welche Barrieren hierbei auftreten und welche Faktoren diese Anpassung an eine „veränderte Normalität“ beeinflussen." idw (EM)

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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