17.11.2020

CoronaKrim: Kriminalität und Prävention in Zeiten der Corona-Virus-Pandemie (31)

Die COVID-19-Pandemie 2020 hat einen schrecklichen Tribut an Leben, Krankheit und wirtschaftlicher Verwüstung gefordert und hat vielfältige Auswirkungen auf Gewalt, Kriminalität und Prävention. Deshalb veröffentlicht die Tägliche Präventions-News wöchentlich aktuelle Informationen unter dem Label CoronaKrim. Internationale Nachrichten und Informationen werden ebenfalls wöchentlich in englischer Sprache unter dem Label Corona Crime Issues im Rahmen der Daily Prevention News veröffentlicht. Eine Auflistung zentraler Informationsquellen zum gesamten Themenkomplex Coronavirus und COVID-19 veröffentlicht der DPT hier.

(31.1) Verschwörungstheorien ums Coronavirus
Auf dieser Seite hat die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) verschiedene Materialien zur weiteren Information über Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus zusammengestellt. Quelle: bpb (EM)

(31.2) Falsche Corona-Kontrolleure verlangen Bußgeld
Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) informiert: "Strafen darf nur die Polizei oder das Ordnungsamt aussprechen. Aktuell versuchen Kriminelle an einzelnen Orten in Deutschland, die Verunsicherung der Bürgerinnen und Bürger durch die neue Corona-Verordnung auszunutzen. Sie probieren von Menschen, die sie im öffentlichen Raum ohne Mund-Nase-Maske antreffen, Bußgeld zu verlangen. Die Betrüger gaben sich in den bekannt gewordenen Fällen als Ordnungsamtsmitarbeiter aus. Mögliche Betrüger erkennen. Polizeibeamte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ordnungsämtern und städtischem Vollzugdienst tragen eine Uniform, wenn Corona-Verordnungen durchgesetzt werden. Zudem kann stets ein Dienstausweis der Stadt oder des jeweiligen Amtes vorgezeigt werden. Bei Verdacht auf Betrug: Barzahlung ablehnen. Niemand ist zur Barzahlung eines Bußgeldes verpflichtet. Sie kann einem angeboten werden, als Betroffener kann man diese Zahlungsart jedoch ablehnen. Es besteht immer die Möglichkeit eine Überweisung tu tätigen. Unser Tipp: Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie es mit einem Betrüger oder einer Betrügerin zu tun haben: Lehnen Sie eine Barzahlung ab und überweisen Sie das Bußgeld. Informieren Sie sich regional darüber, wer bei Ihnen für die Durchsetzung der Corona-Verordnungen zuständig ist und wie hoch die Bußgelder sind. Es gelten aktuell befristete Bußgeldtatbestände aufgrund der Maßnahmen zur Abwendung einer akuten Gesundheitsnotlage. Wer die Schutzmaßnahmen gegen die weitere Ausbreitung von Covid-19 nicht einhält, kann zurzeit mit einem Bußgeld bestraft werden, u.a. bei der Teilnahme an einer Ansammlung oder privaten Veranstaltung mit mehr als den zulässigen Teilnehmenden, Nichteinhaltung der Verpflichtung, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen oder bei der Nichteinhaltung von Abstandsregeln." Quelle: ProPK (EM)

(31.3) Wie COVID-19-bezogene Kriminalität Europa im Jahr 2020 infizierte
Während die COVID-19-Pandemie in erster Linie eine globale Krise der öffentlichen Gesundheit darstellt, hat sie nachweislich erhebliche und potenziell dauerhafte Auswirkungen auf die Landschaft der schweren und organisierten Kriminalität und des Terrorismus in Europa sowie auf die Möglichkeiten des Rechts der Mitgliedstaaten Durchsetzungsbehörden zur Bekämpfung von Sicherheitsbedrohungen. Quelle: EUROPOL (EM)

(31.4) Gesellschaft in Coronazeiten: Pandemie zeigt die Grenzen der Demokratie
"Die schon bestehende Ungleichheit der gesellschaftlichen Teilhabe werde durch die Corona-Pandemie verstärkt, sagte der Soziologe Stephan Lessenich im Dlf. Dabei gehe es nicht nur um materielle Ungleichheit, sondern auch um Bildungs- und Gesundheitschancen und die Möglichkeit, Demokratie mitzugestalten."
Quelle: Deutschlandradio (EM)

(31.5) Kommission stärkt mit erster Gleichstellungsstrategie die Rechte von LGBTIQ
43 Prozent der LGBTIQ-Personen fühlen sich diskriminiert. In der Coronakrise hat sich die Lage noch verschärft. Die Europäische Kommission will den rechtlichen Schutz vor Diskriminierung von LGBTIQ-Personen und ihre Sicherheit im Netz stärken und hat am 12.11.2020 die erste EU-Strategie zur Gleichstellung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, Transgender-, nichtbinären, intersexuellen und queeren Personen (LGBTIQ) vorgelegt.

(31.6) Wie die Blitzradikalisierung der Corona-Leugner funktioniert
"Eine Kolumne von Sascha Lobo. Man darf sich Corona-Leugner oder "Querdenker" nicht als gleichbleibende Gruppierung vorstellen. Drei Thesen, weshalb bei ihnen trotzdem eine pandemische Echtzeitradikalisierung gelingt." Quelle: DER SPIEGEL (EM)

(31.7) Corona-Demos: Vom Protest zur Gewalt?
"Brandanschläge, aggressive Demonstranten, Morddrohungen - der Protest gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat sich deutlich verschärft. Sicherheitsbehörden beobachten das mit Sorge." Quelle: Tagesschau (EM)

(31.8) NECE-Konferenz 2020 zum Thema "Reconnecting in a post-pandemic world - Citizenship education for democracy and sustainability"
„Um eine lebendige und widerstandsfähige Demokratie in einer komplexen und vernetzten Welt zu stärken, ist es dringend erforderlich, neue Prioritäten für eine qualitativ hochwertige politische Bildung in Europa zu setzen.“ Mit dieser Empfehlung endete die NECE Konferenz 2020 der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb vom 5.-7.11.2020. Politische Bildner aus ganz Europa haben digital diskutiert, wie Bildung und politische Bildung auf die Pandemie und die Klimakrise reagieren können. Zusätzlich nahmen Initiativen aus dem Nahen Osten sowie den Partnerschaftsstaaten im östlichen Europa und Afrika teil. In einer öffentlichen Erklärung, die zum Abschluss der Konferenz mit Vertretern des Europarates, der Europäischen Kommission und von Partnernetzwerken diskutiert wurde, heißt es unter anderem: „2020 ist ein Wendepunkt für die politische Bildung in Europa. Die Pandemie hat unsere Gesellschaften gezwungen, Fragen über die Zukunft des Lernens, der Arbeit und der Bürgerbeteiligung zu stellen. Sie hat die bereits bestehenden Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten verschärft und die potenziellen Schwächen und nicht nachhaltigen Aspekte unserer Lebensweise deutlich gemacht. Mehr denn je sind politische Bildung und die Fähigkeit zu demokratischem Engagement wesentlich für die Resilienz unserer Gesellschaften“. Quelle: bpb (EM)

(31.9) (Restorative) Justice in Krisenzeiten - Prävention, Krisenbearbeitung, Transformation
Das Servicebüro für Täter-Opfer-Ausgleich und Konfliktschlichtung der DBH hat im November 2020 das Heft 02/2020 der Fachzeitschrift zum Täter-Opfer-Ausgleich "TOA-Magazin" mit dem Schwerpunktthema (Restorative) Justice in Krisenzeiten - Prävention, Krisenbearbeitung, Transformation veröffentlicht.
Quelle: TOA-Servicebüro (EM)

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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