16.03.2021

CoronaKrim: (Kriminal-) Prävention in Zeiten der Corona-Virus-Pandemie (49)

Die COVID-19-Pandemie 2020 hat einen schrecklichen Tribut an Leben, Krankheit und wirtschaftlicher Verwüstung gefordert und hat vielfältige Auswirkungen auf Gewalt, Kriminalität und Prävention. Deshalb veröffentlicht die Tägliche Präventions-News wöchentlich aktuelle Informationen unter dem Label CoronaKrim. Internationale Nachrichten und Informationen werden ebenfalls wöchentlich in englischer Sprache unter dem Label Corona Crime Issues im Rahmen der Daily Prevention News veröffentlicht. Eine Auflistung zentraler Informationsquellen zum gesamten Themenkomplex Coronavirus und COVID-19 veröffentlicht der DPT hier.

(49.1) Datenreport 2021 über ungleiche Lebensbedingungen und die Folgen von Corona
Der Datenreport wird herausgegeben vom Statistischen Bundesamt (Destatis), dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Zusammenarbeit mit dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP). Er erscheint als Publikation der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Zentrale Aussagen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie: (1) Corona – finanziell trifft es Geringqualifizierte, Alleinerziehende, Selbstständige und Zuwander:innen (2) Ungleiche Bildungschancen – vor und nach Corona (3) Corona – Homeoffice nutzen vor allem Besserverdienende. Quelle: WZB (EM)

(49.2) Corona und das Präventionsdebakel
"Ein Jahr ohne Lerneffekt: Bei der Bekämpfung des Virus hakt es an vielen Stellen. Die jüngsten Erfahrungen zeigen, warum wir eine präventive zukunftsorientierte Gesundheitspolitik brauchen. Ein Gastbeitrag." Quelle: FAZ (EM)

(49.3) Corona-Pandemie - Polizei setzt auf digitale Präventionsmaßnahmen
"Während der Corona-Pandemie hat die Polizeiliche Kriminalprävention ihre Präventionsarbeit in der digitalen Welt intensiviert. Neben einer Ausweitung der Präventionsangebote auf den Online-Portalen wurden Präventions- und Verhaltenstipps verstärkt über die Social-Media-Kanäle der Polizeilichen Kriminalprävention “Zivile Helden” veröffentlicht. Dadurch konnten Nutzerinnen und Nutzer direkt und aktuell seitens der Polizei mit Präventionshinweisen versorgt werden. Zudem haben über 3,1 Millionen gedruckte Broschüren, Faltblätter, Plakate und andere Medien aus dem bundesweiten Programm Bürgerinnen und Bürger sowie Fachleute erreicht. Der erste Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 hat dazu geführt, dass wichtige Präventionsveranstaltungen wie Messen, Tagungen oder auch Elternabende an Schulen abgesagt werden mussten. Um Bürgerinnen, Bürger und Fachpersonal trotzdem umfassend mit Präventionsempfehlungen auch zu aktuellen Kriminalitätsfeldern zu informieren, hat die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes ihre Präventionsangebote angepasst und erweitert. Die neue Rubrik „Corona-Straftaten“ fasst Betrugsfälle rund um neu auftretende Straftaten mit Corona-Bezug zusammen und bietet stets aktuelle Handlungsempfehlungen." Quelle: ProPK (EM)

(49.4) Corona bringt Digitalisierungsschub – aber nicht für alle
Eine aktuelle Studie zur Nutzung vernetzter Technologien zeigt eine neue digitale Spaltung. In der Corona-Pandemie ist die Arbeit vieler Menschen binnen kurzer Zeit digitaler und vernetzter geworden. Doch nicht für alle Beschäftigten hat die Corona-Krise einen Digitalisierungsschub mit sich gebracht, wie eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe (LIfBi) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt. Profitiert haben vor allem hochqualifizierte Beschäftigte, die ihre Arbeit im Homeoffice erledigen konnten. Die Polarisierung nach Bildung hat im Vergleich mit der Zeit vor der Pandemie sogar zugenommen. Corona trägt damit zu einer neuen digitalen Spaltung der Erwerbsbevölkerung bei. Quelle: WZB (EM)

(49.5) Studie: Schulen sind in der Corona-Krise auf gutem Weg
"Für die Studie „Kontinuität und Wandel der Schule in Krisenzeiten“ (KWiK) werden Schulleiterinnen und Schulleiter gefragt, wie sie die Herausforderungen der Corona-Pandemie meistern. Erste Ergebnisse zeichnen ein positives Bild, zeigen aber auch Nachholbedarf auf. Im März 2020 wurde im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie in allen Bundesländern der reguläre Schulbetrieb eingestellt. Die Schließung der Schulen und die damit verbundene Umstellung des Unterrichts auf ein Lehren und Lernen von zu Hause aus – aber auch die Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach der mehrwöchigen Pause – beanspruchten die Schulen in vielerlei Hinsicht. Die erneuten Schulschließungen im November 2020 stellten die Schulen vor weitere Herausforderungen. Sie mussten und müssen tragfähige Lösungen finden, um diese Ausnahmesituation zu bewältigen. Für die Studie „Kontinuität und Wandel der Schule in Krisenzeiten“ (KwiK), an der die Universität Hamburg, das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik in Kiel (IPN) und die International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) beteiligt sind, wurden dazu im Sommer und Frühherbst 2020 zunächst rund 800 Schulleiterinnen und Schulleiter von Grund- und Sekundarschulen in sieben Bundesländern zum Unterricht in Zeiten der Corona-Pandemie und zu ihren Erfahrungen und Lösungsansätzen in der Praxis befragt." Quelle: bildungsklick (EM)

(49.6) Studie: Lockdown verschlechtert Krankheitsverlauf und Versorgung von psychisch Erkrankten massiv
Die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus stellen für die Allgemeinbevölkerung und insbesondere für Menschen mit Depression eine große psychische Herausforderung dar. Eine bundesweit repräsentative Befragung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe geht deshalb der Frage nach, wie die Bundesbürger und vor allem Menschen mit Depression den 2.Lockdown erleben. Wie stark belastet sind die Deutschen? Haben sich Depressionen verstärkt? Kommt es zu einer schlechteren Versorgung psychisch erkrankter Menschen? Wie hat sich die Situation im Vergleich zum 1.Lockdown im Frühjahr 2020 entwickelt? Antworten liefert eine Sondererhebung des „Deutschland-Barometer Depression“ – eine jährliche, repräsentative Bevölkerungsumfrage zu Depression. Quelle: Deutsche Drepressionshilfe (EM)

(49.7) Kinderschutzbund fordert: Investitionsvorrang für Kinder und Jugendliche nach der Pandemie
"Um insbesondere benachteiligte Kinder zu unterstützen, fordert der Kinderschutzbund: (1) Sommerschulen und Samstagsunterricht für alle Kinder, die Lernstoff nachzuholen haben. (2) Einen Ausbildungspakt der Bundesregierung und der Arbeitgeberverbände, um jedem Jugendlichen nach diesem besonderen Jahr einen Ausbildungsplatz zu garantieren. (3) Ein Corona-Ferienprogramm der Bundesregierung, um nachzuholen, was im letzten Jahr versäumt wurde: Schwimmkurse, Trainingslager, Sprachlernkurse, Musikunterricht usw. usf. (4) Ein Bekenntnis von Bund, Ländern und Kommunen zu den Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe. Nach der Corona-Krise müssen Freizeit- und Unterstützungsangebote ausgebaut werden. Sie dürfen keinesfalls dem – sicher aufkommenden – Spardruck zum Opfer fallen." Quelle: DKSB (EM)

(49.8) Corona: Weiter Bereitschaft zu Solidarität und Zusammenhalt
"Trotz Corona-Pandemie und Kontaktbeschränkungen zeigen die Menschen in Deutschland nach einer Umfrage des Exzellenzclusters "Religion und Politik" der Uni Münster weiter Bereitschaft zu Solidarität und Zusammenhalt. In einer nicht-repräsentativen Online-Befragung geben 63 Prozent der von Juli 2020 bis Januar 2021 gut 2.300 Befragten an, mehr Solidarität und Hilfsbereitschaft in ihrem Pandemie-Alltag zu zeigen. Auch fühlen sich 45 Prozent trotz der physischen Kontaktbeschränkungen stärker mit ihren Mitmenschen verbunden und nur 17 Prozent schwächer. Die Umfrage ergab weiter, dass das soziale Vertrauen in die Mitmenschen während der Corona-Zeit bei den meisten Befragten nicht gesunken ist, sondern gleichblieb. Das Vertrauen in öffentliche Institutionen stieg zugleich bei 42 Prozent der Befragten an." Quelle: hpd (EM)

(49.9) Auswirkungen von Corona durch die KI-Brille betrachtet
"Langzeitstudie des Fraunhofer IAO deckt Auswirkungen von COVID-19 auf psychisches Wohlbefinden auf. In der deutschlandweiten Online-Umfrage WIBCE hat das Fraunhofer IAO gemeinsam mit dem Uniklinikum Dresden und dem Unternehmen seracom GmbH mithilfe von KI-Algorithmen die Langzeitwirkungen der Corona-Pandemie untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass jüngere Menschen trotz einem objektiv eher geringem gesundheitlichem Risiko psychisch stärker belastet sind als Ältere. Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren, Isolation: der Alltag in der Corona-Pandemie hat unvermeidliche Auswirkungen auf die Menschen und ihr soziales Leben. Eine gesunde Psyche ist ein wichtiger Schutzfaktor, der auch das Immunsystem stärken und Krankheiten vorbeugen kann. Vor diesem Hintergrund haben das Uniklinikum Dresden, die seracom GmbH und das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO eine Online-Befragung durchgeführt, um gesundheitsbezogene, soziale, verhaltensbezogene und psychologische Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu untersuchen." Quelle: iwd (EM)

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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