09.03.2021

CoronaKrim: (Kriminal-) Prävention in Zeiten der Corona-Virus-Pandemie (48)

Die COVID-19-Pandemie 2020 hat einen schrecklichen Tribut an Leben, Krankheit und wirtschaftlicher Verwüstung gefordert und hat vielfältige Auswirkungen auf Gewalt, Kriminalität und Prävention. Deshalb veröffentlicht die Tägliche Präventions-News wöchentlich aktuelle Informationen unter dem Label CoronaKrim. Internationale Nachrichten und Informationen werden ebenfalls wöchentlich in englischer Sprache unter dem Label Corona Crime Issues im Rahmen der Daily Prevention News veröffentlicht. Eine Auflistung zentraler Informationsquellen zum gesamten Themenkomplex Coronavirus und COVID-19 veröffentlicht der DPT hier.

(48.1) Vorsicht vor Betrügern beim Online-Kauf von Corona-Schnelltests
"Corona-Schnelltests sollen nach den aktuellen Plänen der Bundesregierung zügig Fortschritte auf dem Weg aus dem Lockdown bringen. Die Tests auch für zu Hause sollen frei erhältlich sein, also auch in Online-Shops. Beim zu erwartenden Run auf die Teststreifen könnten auch Cyberkriminelle gute Geschäfte wittern, vermuten die Cybersicherheitsexperten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Sie geben Tipps, wie Verbraucherinnen und Verbraucher betrügerische Angebote im Internet, auch Fake Shops genannt, erkennen." Quelle: idw (EM)

(48.2) Mehr Müll durch COVID-19 Pandemie
"Derzeit begegnen uns volle Mülleimer in Parks oder volle Altpapier-Container in der Nachbarschaft. Das subjektive Gefühl, mehr Müll als vor der Pandemie zu produzieren, wurde jetzt von einer internationalen Studie bestätigt, an der insgesamt 23 Länder beteiligt waren. Sie zeigt: Die Gewohnheiten von Verbrauchern haben sich während der Pandemie verändert. Die internationale Studie koordinierte Prof. Dr. Dr. Walter Leal, Leiter des Forschungs- und Transferzentrum „Nachhaltigkeit und Klimafolgenmanagement" an der HAW Hamburg. Die Analyse wurde zudem gerade in der Fachzeitschrift „Science of the Total Environment“ publiziert. Die Lockdowns führten insgesamt zu einem höheren Konsum von verpackten Produkten und von Essen zum Mitnehmen. So gaben 45 bis 48 Prozent der Befragten aus 23 Ländern an, einen erhöhten Konsum von verpackten Lebensmitteln, frischen Lebensmitteln und Lebensmittellieferungen zu haben." Quelle: idw (EM)

(48.3) Knapp 200 gefährliche Corona-Produkte lösen EU-weiten Alarm aus
Ob unsichere Masken oder toxische Desinfektionsmittel: im Jahr 2020 betrafen 9 Prozent aller Gefahrenmeldungen an das „Sicherheitstor für gefährliche Produkte“ (das ehemalige Schnellwarnsystem RAPEX) Waren im Zusammenhang mit COVID-19. Die Überwachungsmaßnahme konzentrierte sich auf COVID-19-bezogene Produkte, die für alle Verbraucher von wesentlicher Bedeutung geworden sind. So gab es 2020 161 Warnmeldungen zu Masken, 3 Warnmeldungen zu speziellen Overalls, 13 Warnmeldungen zu Handdesinfektionsmitteln und 18 Warnmeldungen zu UV-Lampen, die als Sterilisatoren dienen sollen. Bei den Warnmeldungen zu Masken handelte es sich um Masken, die zwar schützen sollten, dies aber nicht tun. Weitere Beispiele für gefährliche COVID-19-Produkte, die über das Safety Gate gemeldet wurden, betrafen Desinfektionsmittel, die toxische Chemikalien enthalten, wie Methanol, das zu Blindheit oder bei Verschlucken sogar zum Tod führen kann, oder UV-Desinfektionsmittel, die die Anwender einer starken Strahlung ausgesetzt haben, die Hautreizungen verursacht. Die im System verbreiteten Warnmeldungen gelten auch dieses Jahr.
Quelle: EU-Kommission (EM)

(48.4) Frauen*, die von Menschenhandel betroffen sind, brauchen bessere Unterstützung – gerade während der Corona-Pandemie
Der bundesweite Koordinierungskreis gegen Menschenhandel (KOK) bewertet die Situation für Betroffene von Menschenhandel in Deutschland derzeit als besonders kritisch. Die coronabedingten Einschränkungen haben nicht nur negative Auswirkungen auf die Arbeit der spezialisierten Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel. Auch die Identifizierung von Frauen* in Ausbeutungssituationen ist nur eingeschränkt möglich. Somit bleibt ihnen der Zugang zu Beratung und sicherer Unterbringung vielfach verwehrt. Quelle: KOK (EM)

(48.5) Globale Gesundheit - DSW-Studie zu Produktentwicklungspartnerschaften (PDPs)
Über eine Milliarde Menschen sind von sogenannten armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten betroffen. Der Pharmaindustrie fehlen oft wirtschaftliche Anreize, um lebensrettende Impfungen, Medikamente und Diagnostika zu entwickeln. Eine Reaktion darauf sind Produktentwicklungs-partnerschaften (PDPs). In einer Studie zeigt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), dass PDPs essentiell bei der Entwicklung neuer Technologien sind, mit denen das nachhaltige Entwicklungsziel (SDG) “Gesundheit für alle”, greifbarer werden könnte. Quelle: DSW (EM)

(48.6) Ein Jahr Covid-19: Kinder weltweit haben ein Drittel ihrer Schultage verloren
Ein Jahr nach Ausbruch der Covid-19-Pandemie zieht Save the Children eine alarmierende Bilanz zu verlorenen Schultagen. Kinder auf der ganzen Welt haben durchschnittlich 74 Unterrichtstage verloren, weil ihre Schulen geschlossen waren und sie keinen Zugang zu Online-Unterricht hatten. Das ist mehr als ein Drittel des weltweit üblichen Schuljahres mit einer Dauer von 190 Tagen. Hochgerechnet auf alle Kinder der Welt sind dies etwa 112 Milliarden verlorene Unterrichtstage – überproportional betroffen sind die ärmsten Mädchen und Jungen. Quelle: Save the Children (EM)

(48.7) Explosion in den Niederlanden: Der nächste Anschlag auf ein Corona-Testzentrum
"In der Gemeinde Bovenkarspel ist ein Metallrohr an einer Corona-Teststraße explodiert. Niemand wurde verletzt, doch der letzte Anschlag auf ein Testzentrum war der Auftakt zu tagelangen Ausschreitungen." Quelle: FAZ (EM)

(48.8) Informationsverhalten der Generation Z während der Corona-Pandemie
"Generell äußert die Mehrheit der befragten 14- bis 29-Jährigen ein Interesse an aktuellen, politisch und gesellschaftlich relevanten Themen. Dazu zählen die im Erhebungszeitraum alles bestimmende Corona-Pandemie, aber auch Themen aus den Bereichen Politik, Umwelt und Klima. Soft News, beispielsweise Meldungen über Prominente, sind im Durchschnitt weniger relevant. Das Informationsbedürfnis lässt sich auf folgende Formel bringen: Je älter die Befragten, desto höher ist das Bedürfnis nach Information und desto stärker ist das Interesse an gesellschaftspolitischen Themen." Quelle: Die Medienanstalten (EM)

(48.9) Einsatz und Beurteilung der Wirkung von digitalen Bildungsmedien im Schulunterricht und beim Homeschooling
Quelle: Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages (EM)

 

 

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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