27.04.2021

CoronaKrim: (Kriminal-) Prävention in Zeiten der Corona-Virus-Pandemie (55)

Die COVID-19-Pandemie 2020 hat einen schrecklichen Tribut an Leben, Krankheit und wirtschaftlicher Verwüstung gefordert und hat vielfältige Auswirkungen auf Gewalt, Kriminalität und Prävention. Deshalb veröffentlicht die Tägliche Präventions-News wöchentlich aktuelle Informationen unter dem Label CoronaKrim. Internationale Nachrichten und Informationen werden ebenfalls wöchentlich in englischer Sprache unter dem Label Corona Crime Issues im Rahmen der Daily Prevention News veröffentlicht. Eine Auflistung zentraler Informationsquellen zum gesamten Themenkomplex Coronavirus und COVID-19 veröffentlicht der DPT hier.

(55.1) Wie die Demografie helfen kann, die Pandemie besser zu verstehen
"Schon seit über einem Jahr hält das SARS-CoV-2-Virus nun die Welt in Atem. Bis zum 1. März 2021 sind allein in Deutschland über 2,4 Millionen Menschen positiv auf COVID-19 getestet und elektronisch erfasst worden. Mehr als 70 000 Menschen sind laut Zahlen des Robert Koch-Instituts bereits an der Krankheit verstorben. Einige Fragen, die wir zu Beginn der Pandemie hatten, sind bereits beantwortet, viele andere sind aber nach wie vor offen. Gerade die Demografieforschung, die sich seit jeher mit der Modellierung und Vorhersage von Gesundheit und Sterblichkeit beschäftigt, kann hier wichtige Erkenntnisse liefern. In dieser erweiterten Ausgabe von „Demografische Forschung Aus Erster Hand“ stellen wir daher neue Arbeiten zu SARS-CoV-2 und der COVID-19-Pandemie vor." Quelle: Demografische-Forschung (EM)

(55.2) Körperliches und seelisches Wohlbefinden der Kinder leidet im Lockdown
"Kinder sind nur selten von ernsten Verläufen von COVID-19 betroffen, leiden aber unter den Maßnahmen der Kontaktbeschränkungen. Selbstverständliche Dinge wie der Schul- und Kitabesuch, Familienfeste und Kindergeburtstage sind seit mehr als einem Jahr nicht oder nur eingeschränkt möglich. Im Rahmen der LIFE Child-Studie haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leipziger Universitätsmedizin während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 insgesamt 700 Familien nach ihrem Wohlbefinden, der Umsetzung des Homeschoolings sowie ihrer Freizeitgestaltung befragt." Quelle: idw (EM)

(55.3) Psychologische Hilfe in der Coronakrise
(hib/PK) "In der Coronakrise kann nach Ansicht der Bundesregierung ein gesundheitsfördernder Lebensstil zur Bewältigung von Stress und Sorgen beitragen. Sinnvoll seien körperliche und geistige Aktivität, gesunde Ernährung, Entspannungsverfahren und ein gut dosierter Medienkonsum, heißt es in der Antwort (19/28311) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/27792) der AfD-Fraktion. Angesichts der psychischen Belastungen in der Coronakrise verweist die Bundesregierung auf Informationsangebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf der Homepage Zusammengegencorona.de. Unter dem Titel "psychisch stabil bleiben" werde über psychische Belastungen in der Pandemie informiert, auch in Abgrenzung zu behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankungen. Darüber hinaus diene das Portal als Wegweiser für weitere Informations- und Beratungsangebote." Quelle: Bundestag (EM)

(55.4) Wie sich die Pandemie auf Integration und Migration auswirkt
"Welche Folgen könnte die Pandemie bis 2030 auf das Einwanderungsland Deutschland haben? Ein Forschungsprojekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat das untersucht und Szenarien für die Zukunft mit Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen entwickelt."
Quelle: idw (EM)

(55.5) Journalistinnen und Journalisten stehen in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck
Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie stehen Journalistinnen und Journalisten in vielen Teilen der Welt so stark unter Druck wie selten zuvor. Informationssperren und staatliche Desinformation, willkürliche Festnahmen und Gewalt gegen Medienschaffende schränkten die Pressefreiheit auf allen Kontinenten ein. Die Rangliste der Pressefreiheit 2021 von Reporter ohne Grenzen zeigt, dass repressive Staaten die Pandemie missbrauchten, um freie Berichterstattung weiter einzuschränken, und sich auch gefestigte Demokratien in der Krise schwertaten, sicherzustellen, dass Journalistinnen und Journalisten ihre Arbeit machen können. Quelle: Reporter ohne Grenzen (EM)

(55.6) Körperliches und seelisches Wohl­befinden der Kinder leidet im Lockdown
"Bereits der erste Lockdown im Frühjahr 2020 hat das Wohlbefinden sowie das Verhalten von Kindern und Jugendlichen beeinflusst. Das ergaben zwei Befragungen, initiiert von Wissenschaftlern der Universitätsmedizin Leipzig, in rund 700 Familien aus der Region." Quelle: bildungsklick (EM)

(55.7) Studie­rende haben Schwie­rig­keiten sich im Onlinestudium zu moti­vieren
Onlinevorlesung, Lerngruppe per Videokonferenz, geschlossene Bibliotheken: Durch den Corona-Lockdown hat sich auch die Hochschulwelt komplett verändert. Fast alles, was vor Corona analog stattgefunden hat, gibt es jetzt nur noch digital. Und diese neue Hochschulwelt macht den Studierenden zu schaffen. Laut einer repräsentativen Forsaumfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) strengt die digitale Kommunikation mit Kommilitoninnen und Kommilitonen sowie mit Lehrkräften - zum Beispiel durch Videokonferenzen - mehr als die Hälfte der Studierenden an (54 Prozent). Wobei Studentinnen mit 60 Prozent noch mehr betroffen sind als Studenten (49 Prozent). Quelle: TK (EM)

(55.8) "Corona hat Täter*innen hervorgebracht, die vorher gar keine waren"
"Laut einer Studie gibt es seit Beginn der Pandemie mehr Fälle von Cybermobbing. Vor allem in Videokonferenzen lauern Gefahren." Quelle. Zeit (EM)

(55.9) Auswirkungen und Szenarien der Pandemie auf Integration und Migration
Die durch den Forschungsbereich Migration, Flucht und Integration der FAU unter Beteiligung der Stiftungsuniversität Hildesheim und mit Unterstützung der Stiftung Mercator durchgeführte Studie untersuchte die Auswirkung der durch die Pandemie veränderten Umstände auf Migration und auf die Integration in Deutschland. Auf Grundlage einer umfassenden Desktop-Recherche sowie anhand eines Scenario-Buildings, eines probaten Mittels in Fällen großer Unsicherheit und mangelhafter Datenlage, entwarf die Studie mit einem interdisziplinären Expert:innenteam aus ganz Deutschland ein Zukunftsbild anhand der Frage: Wie sieht Integration in Deutschland im Jahr 2030 aus? Dieses Team sieht vor allem drei mögliche Szenarien, auf die sich Gesellschaft, Wirtschaft und Politik einstellen sollten.
Quelle: FAU (AR)

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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