09.05.2021

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (208)

  • Digitaler 26. Deutscher Präventionstag am Montag und Dienstag live aus Köln
    Inzwischen haben sich weit über tausend Teilnehmende, Gäste sowie Fachorganisationen zum 26. Deutschen Präventionstag angemeldet. Eine Anmeldung ist weiterhin möglich; einen Anmeldeschluss gibt es ebenso wenig wie eine zahlenmäßige Teilnahmebeschränkung. Der 26. Deutsche Präventionstag findet am 10. & 11. Mai 2021 als Digitaler Kongress live aus Köln statt. Anmeldung, Zugang zum Foyer und Teilnahme ohne Frist in 1 Minute möglich. Angemeldete Personen erhalten schon ab 15. Februar 2021 exklusiven Zugang zum attraktiven digitalen DPT-Kongress-Foyer mit einer Vielzahl von dauerhaften Informations- und Austauschangeboten des Deutschen Präventionstages (u.a. Umfragen, Chats, Kontakte zu Teilnehmenden und Referierenden/Ausstellenden, Stellenbörse, Postersessions). Anders als beim 25. DPT-Digital werden die umfangreichen digitalen Kongressinhalte nur angemeldeten Teilnehmenden offenstehen. Der Zugang zum DPT-Foyer und somit zum Kongress erfolgt automatisch und unmittelbar nach der Online-Anmeldung. Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Pandemielage ist die Teilnahme vor Ort leider nicht möglich. 

  • Soziale Herkunft spielt beim Umgang mit digitalen Medien eine große Rolle
    Weniger als die Hälfte der 15-Jährigen in Deutschland ist in der Lage, in Texten Fakten von Meinungen zu unterscheiden. Gut die Hälfte der Schülerinnen und Schüler gibt an, im Unterricht nicht zu lernen, subjektive oder voreingenommene Texte zu erkennen. Insgesamt schneiden 15-Jährige in Deutschland bei der Lesekompetenz aber leicht über dem OECD-Mittel ab, wobei die Leseleistungen in der letzten Dekade praktisch unverändert geblieben sind. Gleichzeitig hat die Freude am Lesen in Deutschland in den vergangenen Jahren so stark abgenommen wie in kaum einem anderen Land. Schülerinnen und Schüler, die häufig Bücher analog lesen, schneiden beim PISA-Test zur Lesekompetenz besser ab als Schülerinnen und Schüler, die Bücher eher online lesen. Allerdings weiß ein relativ großer Teil der 15-Jährigen, wie mit zweifelhaften Quellen im Internet, etwa mit Phishing-Mails, umzugehen ist. Die Ergebnisse fallen aber nach sozialer Herkunft sehr unterschiedlich aus. Dies sind die wesentlichen Ergebnisse der PISA-Sonderauswertung Lesen im 21. Jahrhundert: Lese- und Schreibkompetenzen in einer digitalen Welt, die am 04.05.2021 veröffentlicht wurden. 

  • Charta und Woche der Meinungsfreiheit
    1. Meinungsfreiheit ist ein universelles Menschenrecht und als solches nicht verhandelbar. Jeder Mensch hat das Recht, die Meinungsfreiheit für sich in Anspruch zu nehmen.
    2. Die Meinungsfreiheit beinhaltet das Recht auf Information, die Pressefreiheit sowie die Freiheit des Publizierens und der Berichterstattung.
    3. Meinungsfreiheit ist die Grundvoraussetzung für eine freie, vielfältige und demokratische Gesellschaft. Die Meinung aller Bürger:innen trägt zum Meinungsbildungsprozess in einer Gesellschaft bei und sichert damit erst die Souveränität des Volkes in einer Demokratie.
    4. Meinungsfreiheit verpflichtet zu einem Umgang, der von gegenseitigem Respekt, Zuhören, Ausredenlassen, Reflexion und argumentativem Abwägen geprägt ist.
    5. Hetze und Hass werden nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt, sondern beschädigen sie. Die Meinungsfreiheit endet da, wo die Würde eines Menschen angegriffen wird.
    6. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, frei von Kritik zu sein. Kritik ist der Beginn einer inhaltlichen Auseinandersetzung und somit wichtiger Bestandteil des Meinungsbildungsprozesses.
    7. Meinungsfreiheit erfordert eine Debattenkultur, für die sowohl der Staat wie auch die Zivilgesellschaft eine Verantwortung tragen.
    8. Jede Einschränkung der Meinungsfreiheit durch staatliche Gewalt ist ein untrügliches Zeichen der Abkehr von einer freien, vielfältigen und demokratischen Gesellschaft, berechtigt zum Widerstand und verpflichtet zur Solidarität.
    9. Demokratische Staaten tragen insbesondere die Verantwortung, in ihrer Außen- und Wirtschaftspolitik darauf hinzuwirken, dass Einschränkungen des Rechts auf freie Meinungsäußerung unterbleiben.
    10. Gewaltausübung gegen Andersdenkende durch physische und psychische Einschüchterung, Drohung und finanzielle Druckmittel ist unzulässig.
    11. Die Zivilgesellschaft trägt die Verantwortung, für die Meinungsfreiheit einzutreten, Einschränkungen der Meinungsfreiheit kenntlich zu machen und ihnen wirksam entgegenzutreten.

  • Meine Kindheit – Deine Kindheit
    Schlechte Erfahrungen in der Kindheit und vor allem Missbrauch und Vernachlässigung können das ganze Leben eines Menschen beeinflussen. Doch werden diese Erfahrungen auch über Generationen weitergegeben? Bisher ist kaum erforscht, welchen Einfluss eigene Kindheitserfahrungen auf das Wohlbefinden von Müttern, den Beziehungsaufbau zum Kind oder die kindliche Entwicklung haben. Genauso wichtig ist die Frage, welche Risiko- und Schutzfaktoren eine mögliche Weitergabe eventuell begünstigen oder hemmen. Unabhängig der Vorerfahrungen birgt die aktuelle Belastung durch die Pandemie besonders für junge Familien viele bisher unbekannte Belastungen und Herausforderungen. In der lang angelegten Studie „Meine Kindheit – Deine Kindheit“, die bereits 2013 startete, gehen Psycholog*innen, Biolog*innen und Mediziner*innen der Ulmer Universitätsmedizin gemeinsam diesen Fragen nach. Seit fast acht Jahren begleiten sie 158 teilnehmende Familien – nun auch während der Coronapandemie. Langfristiges Ziel der Studie ist es, spezifische Unterstützungsangebote für Mütter mit belastenden Kindheitserfahrungen bereitstellen zu können und den Zugang zu Hilfen zu erleichtern. An dem Projekt sind am Universitätsklinikum Ulm neben der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie die Abteilung für Klinische und Biologische Psychologie der Universität Ulm, das Institut für Biologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und das Deutsche Jugendinstitut München e. V. beteiligt. 

  • Zoll-Jahresbilanz 2020
    Am 03.05.2021 wurde die Jahresbilanz 2020 des deutschen Zolls für das Jahr 2020 vorgestellt. Rund 129 Milliarden Euro Steuereinnahmen hat der Zoll im vergangenen Jahr eingenommen. Den größten Anteil an den Einnahmen hatten mit 63,2 Milliarden Euro die Verbrauchsteuern. 

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


Weitere News zum Thema „Aktuelles“