12.11.2020

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (175)

  • Gewalt in Partnerschaften bleibt auch 2019 auf hohem Niveau
    Die Zahl von Mord und Totschlag, Sexualdelikten, Körperverletzungen oder Stalking ist in (Ex-) Paarbeziehungen im Jahr 2019 auf hohem Niveau geblieben. Die neuen Zahlen der Kriminalstatistischen Auswertung Partnerschaftsgewalt des Bundeskriminalamtes (BKA) zeigen insgesamt sogar einen leichten Anstieg. 2019 wurden 141.792 Opfer von Partnerschaftsgewalt in den definierten Kategorien polizeilich erfasst, knapp ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zu 81 Prozent waren Frauen betroffen und zu 19 Prozent Männer. Die Hälfte der Opfer lebte zum Tatzeitpunkt mit dem Täter oder der Täterin in einem Haushalt (50,5 Prozent). Die detaillierte BKA-Auswertung wurde zum fünften Mal in Folge erstellt und gibt Einblick, in welchem Umfang und mit welchen Ausprägungen Gewalt in Paarbeziehungen bei der Polizei bekannt wird, welche Delikte passieren und in welcher Beziehung Täterinnen beziehungsweise Täter und Opfer stehen.

  • Kölner Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit
    Das Kölner Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit ist gastgebender Veranstaltungspartner des 26. Deutschen Präventionstag, der am 10. und 11. Mai 2021 in Köln stattfindet. Das Zentrum für Kriminalprävention und Sicherheit wurde im Januar 2019 gegründet. Es versteht sich als ein moderner und innovativer Ansprechpartner zu Sicherheits- und Präventionsthemen, sowohl für die Sicherheit der gesamten Stadt Köln als auch für die verwaltungsinterne Sicherheit mit nahezu 20.000 Mitarbeitenden. Die Kooperation mit Netzwerken und Koordination von Fachthemen wird begleitet von Fachexpertinnen und Fachexperten aus der Wissenschaft, so dass eine hohe fachliche Qualität gewährleistet ist. Wir befassen uns grundsätzlich mit drei Schwerpunkten:(1) Internes Sicherheitsmanagement (2) Kriminalpräventiver Rat Köln (3) Forschung, Entwicklung und Internationales.

  • Expertise zur Suchtprävention 2020
    "Die vorliegende Expertise beurteilt die Wirksamkeit suchtpräventiver Interventionsansätze und -maßnahmen auf der Basis qualitativ hochwertiger Übersichtsartikel wie Reviews und Metaanalysen. Insgesamt wurden 62 dieser wissenschaftlichen Artikel, die zwischen 2012 und 2017 veröffentlicht wurden, ausgewertet. Die Artikel legen dar, welche universellen beziehungsweise selektiven Präventionsansätze eine Verhinderung, Verzögerung oder Reduktion des Konsums von Tabak, Alkohol, Cannabis und anderen illegalen psychoaktiven Substanzen bewirken können. Außerdem werden auch Interventionsansätze zur Prävention von Glücksspielsucht in den Artikeln bewertet. Die Expertise stellt eine Aktualisierung des Fachheftes 46 aus dem Jahr 2013 dar. Sie richtet sich an Verantwortliche für Suchtprävention auf allen handlungspolitischen Ebenen und an Personen, die mit der Entwicklung und Durchführung suchtpräventiver Maßnahmen auf kommunaler oder Länderebene betraut sind. In insgesamt 131 Schlussfolgerungen wird die Wirksamkeit von Maßnahmen der Suchtprävention in den Handlungsfeldern Familie, Schule, Hochschule, Medien, Gesundheitsversorgung, Kommune und gesetzliche Rahmenbedingungen bewertet." Quelle: BZgA

  • Position des Deutschen Caritasverbandes zu den Armutswochen 2020
    "
    Etwa sieben Millionen Deutsche sind derzeit überschuldet. Die Corona-Pandemie wird die Situation Verschuldeter und Armutsgefährdeter Menschen verschärfen. Daher hat der Deutsche Caritasverband im Zuge der Armutswochen 2020 Forderungen an die Politik formuliert. Die Zahl der überschuldeten Haushalte in Deutschland liegt seit Jahren auf konstant hohem Niveau. Von Überschuldung wird gesprochen, sobald ein(e) Schuldner(in) nicht mehr über genügend Liquidität verfügt, um fällige Zahlungsaufforderungen zu begleichen. Vor Beginn der Corona-Pandemie waren etwa 6,92 Millionen Erwachsene überschuldet."

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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