27.01.2020

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (132)

  • Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
    Jugendliche sehen ihre Zukunft überwiegend in traditionellen Berufen. Die weitreichenden Veränderungen der Arbeitswelt spiegeln sich bislang noch nicht in den Berufsvorstellungen vieler Jugendlicher wider. Auf die Frage, welchen Beruf sie mit 30 Jahren erwarten auszuüben, nennen 15-Jährige in OECD-Ländern überwiegend traditionelle Berufsbilder. Etwa die Hälfte nennt einen von nur zehn besonders bekannten Berufen, was auf eine insgesamt geringe Vorstellungskraft bezüglich der Vielfalt des Arbeitsmarkts schließen lässt. Auch prägt die soziale Herkunft der Schülerinnen und Schüler ihre beruflichen Erwartungen und Ambitionen stark. Dies ist das Ergebnis einer neuen, auf PISA-Daten beruhenden OECD-Studie.

  • Oxfam (www)
    Studie: Im Schatten der Profite. Wie die systematische Abwertung von Hausarbeit, Pflege und Fürsorge Ungleichheit schafft und vertieft. Vor allem Frauen sind die großen Verliererinnen der Ungleichheitskrise. Weltweit besitzen Männer 50 Prozent mehr Vermögen als Frauen, Frauen verdienen im Schnitt 23 Prozent weniger und sind häufiger von extremer Armut betroffen. Das ist das Ergebnis eines Wirtschaftssystems, in dem Frauen und Mädchen täglich über 12 Milliarden Stunden unbezahlte Hausarbeit, Pflege und Fürsorge leisten, ohne dass der Wert dieser Arbeit gesellschaftlich und ökonomisch anerkannt wird. Wenn man für diese Arbeit den Mindestlohn ansetzt, entspricht das 11 Billionen US-Dollar im Jahr.

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Offene Plattform für wissenschaftliche Publikationen: BMBF-Projekt open-access.network gestartet. Im Dezember 2019 ist das Projekt open-access.network gestartet, mit dem das BMBF die gleichnamige offene Publikationsplattform stärken möchte. Gemäß der Open-Access-Strategie des BMBF soll die Kompetenz- und Vernetzungsplattform zum Standard des wissenschaftlichen Publizierens in Deutschland werden. Das Projekt möchte Akteure und vorhandene Initiativen aktivieren und überregional vernetzen sowie den Austausch innerhalb der Wissenschaft zu Open Access nachhaltig verbessern. Dabei sollen sowohl disziplinübergreifend, zentral und zuverlässig Informationen zum Thema Open Access zur Verfügung gestellt und der Wissenschaft vermittelt werden. Durch Fort- und Weiterbildungsangebote sollen zudem Akteure der Wissenschaft qualifiziert und Kompetenzen hinsichtlich praktischer, organisatorischer und allgemeiner rechtlicher Fragestellungen des Open Access vermittelt werden. In den nächsten drei Jahren wollen die Projektpartner eine Plattform schaffen, die mit vielen neuen Angeboten wie Forum, Helpdesk, moderierten Fokusgruppen und detaillierten Datenbanken zu zentralen Themen des Open Access informiert. Mithilfe von Barcamps, thematisch fokussierten Workshops, regionalen Netzwerken, Train-the-Trainer Bootcamps und Webinaren bzw. Online-Workshops werden darüber hinaus die Open-Access-Community und Akteure aus der Wissenschaft vernetzt.

  • Europäische Kommission (EK)
    Kommission fordert die Mitgliedstaaten zur Unterzeichnung der Konvention gegen Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt auf. Die Kommission will Prävention und Schutz vor Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz stärken und die Ratifizierung des Vertrags der Internationale Arbeitsorganisation (IAO) gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz in den Mitgliedstaaten voranbringen.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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