26.09.2019

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (114)

  • Ruhr-Universität Bochum (RUB)
    Zwischenbericht des Forschungsprojektes Körperverletzung im Amt durch Polizeibeamt*innen“ (Kviapol). Nach Abschluss der Betroffenenbefragung hat das Team des Forschungsprojekts am 17.09.2019 einen Zwischenbericht mit ersten Ergebnissen sowie den Fragebogen veröffentlicht, der für die Befragung entwickelt worden ist. In dem Bericht werden die Methodik der Studie sowie erste Ergebnisse der quantitativen Online-Befragung präsentiert. Das Forschungsprojekt läuft noch bis zum Jahr 2020. Eine abschließende Analyse der quantitativen Befragung und die Zusammenführung mit den Ergebnissen aus dem zweiten Projektteil, in dem qualitative Expert*inneninterviews geführt werden, wird in dem dann folgenden Abschlussbericht vorgenommen werden.

  • Bundeskriminalamt (BKA)
    Bundeslagebild Organisierte Kriminalität 2018Die Gesamtzahl der Ermittlungsverfahren gegen Organisierte Kriminalität (OK) ist gegenüber 2017 um 6,5 Prozent gesunken, liegt aber mit 535 Verfahren weiterhin auf hohem Niveau. Der erfasste Schaden in diesem Bereich lag 2018 bei 691 Millionen Euro. Damit bleibt das Bedrohungs- und Schadenspotential, das von Organisierter Kriminalität ausgeht, weiterhin sehr groß. Rund ein Drittel der OK-Gruppierungen ist im Bereich der Rauschgiftkriminalität (37,6%) aktiv. Der Drogenhandel bleibt somit das Hauptbetätigungsfeld von OK-Gruppierungen, gefolgt von Eigentumskriminalität (17,4%) und Wirtschaftskriminalität (10,3%).

  • Statistisches Bundesamt (DESTATIS)
    Fakten über Paul und Marie, zwei von 10,5 Millionen Kindern in Deutschland. Zahlen zum Weltkindertag am 20.09.2019. Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 787 500 Kinder geboren. Der beliebteste Name für neugeborene Jungen war Paul. Neugeborene Mädchen trugen im Jahr 2018 am häufigsten den Namen Marie (Quelle: Gesellschaft für Deutsche Sprache). Die beiden haben gute Chancen auf einen Geburtstag im Sommer. Nach Monaten betrachtet kamen sowohl die meisten Jungen als auch die meisten Mädchen im Juli zur Welt. Unter den rund 10,5 Millionen Kindern unter 14 Jahren sind 5,4 Millionen potenzielle Spielgefährten und 5,1 Millionen mögliche Spielgefährtinnen  von Paul und Marie. Dies spiegelt das Verhältnis von Jungen zu Mädchen zum Zeitpunkt der Geburt wider: Von 100 neugeborenen Kindern sind statistisch gesehen etwa 51 Jungen und 49 Mädchen. Paul und Marie leben wahrscheinlich in Nordrhein-Westfalen – und mit ihnen rund 1,2 Millionen Jungen und 1,1 Millionen Mädchen. Beide Kinder wachsen vermutlich bei ihren verheirateten Eltern im Haushalt auf, denn in rund 5,6 Millionen von 8,0 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern sind die Partnerinnen und Partner verheiratet; diese Gruppe stellt mit 70 % den größten Anteil.   

  • Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
    Migration in OECD-Ländern verändert sich: mehr Arbeits- und Familienmigration, weniger Flüchtlinge. In 2018 zogen rund 5,3 Millionen dauerhafte Einwanderer in die OECD-Länder – zwei Prozent mehr als in 2017. Die Zahl der Asylanträge ging stark zurück, es stieg aber die Zahl der Arbeitsmigranten. Auch zogen mehr Angehörige zu. Dies ist das Ergebnis einer neuen OECD-Studie. Den Daten des International Migration Outlook 2019 zufolge gab es 2018 mit 1,09 Millionen Asylanträgen in den OECD-Ländern rund 35 Prozent weniger Anträge als in den Rekordjahren 2015 und 2016 (je 1,65 Millionen). Die größte Gruppe unter den Asylbewerbern bildeten die Afghanen, gefolgt von Syrern, Irakern und Venezolanern. Mit den Asylanträgen ging auch die Zahl der registrierten Flüchtlinge zurück - um insgesamt 28 Prozent. Auch in Deutschland wurden 2018 deutlich weniger Erstanträge auf Asyl gestellt, insgesamt 162.000, was gegenüber 2017 einem Rückgang von 18,3 Prozent entspricht. Insgesamt war die Einwanderung nach Deutschland 2017 das zweite Jahr in Folge stark rückläufig, was insbesondere an der geringeren Zahl der Flüchtlinge lag. Nach den OECD-Daten gab es in dem Jahr 860.000 dauerhafte Zuwanderer. Damit verbleibt die Migration auf höherem Niveau als vor der Flüchtlingskrise. Vorläufige Daten für 2018 deuten jedoch auf einen weiteren – begrenzten – Rückgang hin. Für Deutschland zeigt sich ein Trend von weniger Einwanderung aus Mittel- und Osteuropa (vor allem aus Polen) und mehr Einwanderung aus den Westbalkanländern.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


Weitere News zum Thema „Aktuelles“