07.04.2021

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (204)

  • Strafbarer Trend: Jugendliche verbreiten Pornos im Klassenchat
    "Die Verbreitung von Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs in Klassenchats ist ein anhaltendes Problem. Verschiedene Kampagnen aus dem Bereich der Kriminalprävention klären bereits über diese ernste Problematik auf. Gruppenchats in WhatsApp und anderen Messengern sind besonders in Corona-Zeiten eine beliebtes Kommunikationsmittel, um mit Freund:innen und Klassenkamerad:innen in Kontakt zu bleiben. Hier werden allerdings nicht nur alltägliche Dinge besprochen, sondern leichtfertig unzulässige Inhalte geteilt. Über die strafrechtlichen Folgen sind sich die meisten Beteiligten nicht bewusst. Wie Kinder und Jugendliche an das strafbare Material kommen, ist nicht immer ganz klar. In einigen Fällen kam es vor, dass Chatgruppen von erwachsenen, pädosexuellen Täter:innen gegründet wurden, um gezielt Kinder und Jugendliche einzuladen. Die dort geteilten Inhalte wurden später von den Minderjährigen in anderen Chatgruppen, zum Beispiel im Klassenchat, weiterverbreitet. So erreichten die unzulässigen Bilder und Videos innerhalb kürzester Zeit eine große Verbreitung unter Kindern und Jugendlichen." Quelle: klicksafe

  • Umweltmonitor 2020
    Der „Umweltmonitor 2020“ des Umweltbundesamtes (UBA) zeichnet ein gemischtes Bild zum Zustand der Umwelt in Deutschland. Der Umweltmonitor bildet zehn zentrale Themenfelder von Klima, Wasser, Luft bis hin zu Flächenverbrauch und Lärm mit jeweils drei Schlüsselindikatoren ab. Gab es bei der Luftqualität oder den Treibhausgasen zuletzt Verbesserungen, stehen andere Indikatoren schlecht da.

  • Studie: Quelle Internet? Digitale Nachrichten- und Informationskompetenzen im Test
    "Während Pandemien, ökonomischen Krisen oder auch Wahlkämpfen zeigt sich besonders deutlich, dass funktionierende Demokratien auf gut informierte Bürger:innen angewiesen sind. Wie gut Menschen in der Lage sind, Nachrichten zu verstehen, einzuordnen und zu hinterfragen, kann Einfluss darauf haben, ob Menschen anfällig für Populist:innen werden, Vertrauen in Institutionen verlieren oder Falschnachrichten millionenfach an Freund:innen und Familie verbreiten. Die Nachrichten- und Informationskompetenz der Bevölkerung hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und ist zu einem kritischen Faktor für Demokratien geworden. Denn durch den radikalen Medienwandel haben Journalist:innen und Medieninstitutionen ihren Einfluss als Gatekeeper:innen verloren. Bürger:innen sind mehr denn je auf sich allein gestellt. Sie müssen für jede einzelne Nachricht jedes Mal aufs Neue selbst darüber entscheiden, ob eine Quelle oder Information für sie vertrauenswürdig ist. Und ob sie sie lesen, liken, oder sogar teilen beziehungsweise weiterleiten."
    Quelle: Stiftung Neue Verantwortung

  • Wegweiser für Prävention: Ausgewählte Projekte des DFK für die Präventionspraxis
    Die Stiftung Deutsches Forum Kriminalprävention (DFK) hat auf der Webseite www.wegweiser-praevention.de eine Zusammenstellung von Förderprojekten für den Bereich der schulischen Präventionsarbeit veröffentlicht. 

  • Konfliktbarometers des Heidelberger Instituts für Internationale Konfliktforschung
    Mit der 29. Ausgabe des Konfliktbarometers setzt das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) seine jährlich erscheinende Studie zum weltweiten Konfliktgeschehen fort. Das Konfliktbarometer erfasst qualitativ und quantitativ die Dynamiken politischer Konflikte, sowohl gewaltsamer wie auch gewaltloser Konflikte. Die gewaltsamen Konflikte werden gemäß der Methodik des HIIK entsprechend ihrer Intensitäten in gewaltsame Krisen, begrenzte Kriege und Kriege unterschieden. Der Jahresbericht wird durch Konfliktkarten und -grafiken sowie Spotlight-Texte, die größere Zusammenhänge aktueller Konfliktdynamiken beleuchten, ergänzt. Im Jahr 2020 dokumentierte das HIIK 359 Konflikte weltweit, davon wurden 220 gewaltsam und 139 gewaltlos ausgetragen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl der erfassten Kriege von 15 auf 21 und erreicht damit den bisher verzeichneten Höchstwert von 2014.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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