18.01.2021

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (191)

  • Human Rights Watch-Bericht 2020
    Der Human Rights Watch-Bericht beleuchtet EU-weite Probleme in den Bereichen Migration und Asyl, Diskriminierung und Intoleranz, Armut und Ungleichheit, Rechtsstaatlichkeit sowie EU-Außenpolitik. Er enthält Länderkapitel zu FrankreichDeutschlandGriechenlandUngarn,
    ItalienPolen und Spanien sowie Nicht-EU-Staaten wie Bosnien-HerzegowinaSerbienGroßbritannien und der Kosovo. Die Covid-19-Pandemie hat weitreichende Auswirkungen auf die Menschenrechte in der gesamten Europäischen Union, so Human Rights Watch in dem am 13.01.2021 veröffentlichten World Report 2021.  
  • Kriminalprävention in Nordrhein-Westfalen im Bereich Clankriminalität
    Das Reso-Informationsportal informiert am 14.01.2021 über Kriminalprävention in Nordrhein-Westfalen im Bereich der Prävention - Projekt „360° - Integration, Orientierung, Perspektiven“.
  • Die Wissenschaft der Bürgerwissenschaft
    Am 12.01.2021 wurde das Buch „The Science of Citizen Science“ open access veröffentlicht, zu dem über 100 Autorinnen und Autoren aus 22 Ländern beigetragen haben. "In diesem Open-Access-Buch wird erörtert, wie die Einbeziehung der Bürger in wissenschaftliche Bemühungen zur Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit beitragen soll, wie z. B. des Klimawandels und des Verlusts der biologischen Vielfalt, wachsender Ungleichheiten innerhalb und zwischen Gesellschaften und der Wende zur Nachhaltigkeit. Das Gebiet der Citizen Science ist in den letzten Jahrzehnten gewachsen. Viele verschiedene Interessengruppen, von Wissenschaftlern über Bürger bis hin zu politischen Entscheidungsträgern und Umweltorganisationen, waren an seiner Praxis beteiligt. Darüber hinaus studieren viele Wissenschaftler Citizen Science als Forschungsansatz und als Möglichkeit für Wissenschaft und Gesellschaft, miteinander zu interagieren und zusammenzuarbeiten. Dieses Buch bietet eine Darstellung der Praktiken sowie der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Ergebnisse in verschiedenen Disziplinen. Es spiegelt den Beitrag der Citizen Science zur gesellschaftlichen Entwicklung, Bildung, oder Innovation und bietet und Überblick über den Bereich der Akteure sowie über Tools und Richtlinien. Es dient als Einführung für alle, die sich mit der Wissenschaft der Citizen Science befassen und mehr darüber erfahren möchten." Quelle: idw

  • Broschüre “Schütteln kann Babys krank machen”
    Zur Aufklärung von Schütteltrauma hat das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) eine achtseitige Broschüre in Leichter Sprache veröffentlicht. Die DIN-A5-Broschüre erklärt Eltern, warum Babys schreien und wie man ein Baby beruhigen kann. Mütter und Väter erfahren zudem, warum Schütteln gefährlich ist und wo sie Hilfe bekommen. Zahlreiche Zeichnungen in Leichter Sprache erhöhen das Textverständnis. Die Publikation richtet sich an Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Sie ergänzt die Materialien zur Prävention von Schütteltrauma des NZFH. Die Broschüre kann über www.fruehehilfen.de und per E-Mail an bestellung@bzga.de mit Angabe der Bestellnummer 16000568 kostenfrei bezogen werden.

  • Kinderrechte ins Grundgesetz: Einigung der Koalition ist inhaltlich noch unzureichend
    Pressemitteilung des Aktionsbündnisses Kinderrechte vom 12.01.2021: "Wie der Berichterstattung zu entnehmen ist, hat sich die Bundesregierung offenbar auf einen Formulierungsvorschlag zur Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz verständigt. Die zuständige Arbeitsgruppe innerhalb der Bundesregierung soll den Entwurf heute Abend endgültig beschließen. Das Aktionsbündnis Kinderrechte (Deutsches Kinderhilfswerk, der Kinderschutzbund, UNICEF Deutschland, in Kooperation mit der Deutschen Liga für das Kind) begrüßt, dass die Bundesregierung sich nach zähem Ringen auf einen gemeinsamen Formulierungsvorschlag einigen konnte, der nun im Deutschen Bundestag diskutiert werden soll. Aus Sicht des Aktionsbündnisses ist der Vorschlag, wie er nun auf dem Tisch liegt, allerdings unzureichend. Dies betrifft beispielsweise die Formulierungen zum Kindeswohl sowie zum Recht des Kindes auf Beteiligung, die hinter der UN-Kinderrechtskonvention und auch hinter der geltenden Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zurückbleiben. Das Kindeswohl muss ein vorrangig zu berücksichtigender Gesichtspunkt sein, wenn auch nicht immer Vorrang haben. Dieses Ansinnen muss auch in der Formulierung für die Grundgesetzesänderung zum Ausdruck kommen. Darüber hinaus darf die Beteiligung von Kindern sich nicht auf das rechtliche Gehör beschränken, sondern muss als umfassendes Beteiligungsrecht formuliert werden. Gerade in der aktuellen Covid-19-Pandemie hat sich gezeigt, dass die Rechte und Belange von Kindern und Jugendlichen zu oft übersehen werden. Wir fordern alle Fraktionen im Bundestag deshalb auf, sich für eine Verbesserung der Formulierung stark zu machen und das parlamentarische Verfahren in diesem Sinne konstruktiv zu begleiten. In der Debatte um den endgültigen Verfassungstext müssen Kinder und Jugendliche selbst sowie Kinder- und Familienverbände beteiligt werden."

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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