20.11.2019

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (123)

  • Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW)
    Wohnungslosigkeit: Kein Ende in Sicht. Im Laufe des Jahres 2018 waren ca. 678.000 Menschen (Jahresgesamtzahl) in Deutschland ohne Wohnung. Ab der Schätzung 2017 kann die BAG W aufgrund eines neuen verbesserten Schätzmodells neben den Jahresgesamtzahlen auch Stichtagszahlen für den 30.6. eines Jahres schätzen. Die Jahresgesamtzahl der wohnungslosen Menschen ohne Einbezug wohnungsloser anerkannter Geflüchteter lag bei gut 237.000. Die Zahl der wohnungslosen anerkannten Geflüchteten schätzt die BAG W auf ca. 441.000 Menschen. Seit dem Jahr 2016 schließt die BAG W in ihre Schätzung die Zahl der wohnungslosen anerkannten Geflüchteten ein. Am Stichtag 30.06.2018 waren nach Schätzung der BAG W insgesamt ca. 542.000 Menschen in Deutschland wohnungslos, davon ca.140.000 Wohnungslose im kommunalen und frei-gemeinnützigen Hilfesystem und ca. 402.000 wohnungslose anerkannte Geflüchtete in zentralen Gemeinschaftsunterkünften oder in dezentraler Unterbringung.

  • Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
    Regierung und Verwaltung auf einen Blick 2019. In Deutschland und der Schweiz ist das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in ihre Regierung seit der Finanzkrise 2008 wieder deutlich gestiegen und liegt erheblich über dem Schnitt der OECD-Länder. In der Schweiz geben über 80 Prozent der Befragten an, ihrer Regierung zu vertrauen, in Deutschland sind es rund 60 Prozent. In Österreich gaben knapp 50 Prozent der Bürgerinnen und Bürger an, ihrer Regierung zu vertrauen – etwas mehr als im OECD-Durchschnitt von 45 Prozent. Die Daten stammen aus Umfragen von 2018. Die Studie gibt außerdem Aufschluss über finanzpolitische Rahmendaten, Beschäftigung und Abläufe im öffentlichen Dienst, aber auch politische Teilhabe, Geschlechtergerechtigkeit und Nutzung von politischen Evaluierungsprozessen. So zeigen die Daten etwa, dass, obwohl Frauen etwa 60 Prozent der Arbeitsstellen im öffentlichen Sektor der OECD-Länder besetzen, sie in leitenden Verwaltungspositionen weiterhin unterrepräsentiert sind. Nur einer von drei Leitungsposten wird hier von einer Frau gehalten. Ähnlich sind die Zahlen im Parlament, in der Regierung und den obersten Gerichten.

  • Deutscher Städtetag (www)
    Resolution "Für Demokratie, Toleranz und Menschenwürde". Die Städte halten eine gesamtgesellschaftliche Debatte über die Stärkung der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts für dringend erforderlich. Das geht aus einer Resolution des Deutschen Städtetages hervor. Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker aus rund 80 Städten verabschiedeten das Papier gestern in Berlin.

  • Bertelsmann Stiftung (BSt)
    Überversorgung schadet den Patienten. In Deutschland wird unnötig diagnostiziert und operiert. Überflüssige medizinische Leistungen gehen mit Belastungen und Gefahren für Patienten einher. Sie verschwenden wertvolle Ressourcen im Gesundheitssystem, die für tatsächlich notwendige Behandlungen fehlen. Nach unseren neuen Untersuchungen sind vielfältige Ursachen für Überversorgung verantwortlich.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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