11.07.2021

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (220)

  • Studie über Gewalt gegen Frauen in den Medien
    Die Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen bleibt in deutschen Medien oft auf den „Einzelfall“ fixiert, strukturellen Hintergründen wird wenig Raum gegeben, „Familientragödie“ oder „Ehedrama“ verlieren als verharmlosende Begriffe an Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Otto Brenner Stiftung. Gewalt gegen Frauen ist in Deutschland stark verbreitet, sie betrifft Frauen allen Alters und aus allen sozialen Schichten. Die mit zwei Dritteln „alltäglichste“ Form der Gewalt ist dabei die Körperverletzung, Täter sind in über der Hälfte der Fälle (Ex-)Partner oder Männer aus dem nahen sozialen Umfeld. Allerdings wird über diese alltäglichen Formen von Gewalt kaum in den Medien berichtet, wie die Untersuchung „Tragische Einzelfälle – Wie Medien über Gewalt gegen Frauen berichten“ nun zeigt: Lediglich 18 Prozent der Berichte thematisieren Körperverletzungsdelikte und weniger als jeder vierte Artikel handelt von partnerschaftlicher Gewalt. 

  • Kinderschutzbund fordert Enquete-Kommission
    Der Stellenwert von Kindern und Jugendlichen in Politik und Gesellschaft soll nach den enttäuschenden Erfahrungen in den letzten Jahren perspektivisch verbessert werden. Deshalb fordert der Kinderschutzbund (DKSB) eine Enquete-Kommission im Bundestag, um die Belange der Kinder und Jugendlichen in Zukunft stärker zu berücksichtigen.

  • 2020 starben durchschnittlich sieben Menschen pro Tag bei Verkehrsunfällen
    Das coronabedingt geringere Verkehrsaufkommen im Jahr 2020 hat sich deutlich auf das Unfallgeschehen im Straßenverkehr ausgewirkt: Nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahm die Polizei 2020 bundesweit insgesamt gut 2,2 Millionen Verkehrsunfälle auf. Das waren 16,4 % weniger als 2019. Bei knapp 2,0 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschaden, bei rund 264 000 Verkehrsunfällen wurden Menschen verletzt oder getötet. Die Zahl der Unfälle mit Sachschaden sank gegenüber 2019 um 17,0 %, bei Unfällen mit Personenschaden waren es 11,9 % weniger.

  • 10 Jahre Kurve kriegen
    2011 gestartet in acht Kreispolizeibehörden als Projekt und einem neuen Ansatz aus Zusammenarbeit von Polizei und Jugendhilfe hat sich KURVE KRIEGEN 2021 als fester Bestandteil präventiver Arbeit in Nordrhein-Westfalen etabliert und bewiesen, dass Prävention funktioniert und wirksam ist. Seit Beginn 2011 haben knapp 1700 Teilnehmende nebst ihren Familien KURVE KRIEGEN durchlaufen und fast 800 von ihnen haben die Initiative als erfolgreiche Absolventen verlassen.


     

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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