10.06.2021

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (214)

  • Bundeslagebild Cybercrime
    Am 10.05.2021 hat das Bundeskriminalamt (BKA) im Rahmen der
    gemeinsamen C³-Konferenz mit dem Digital Society Institute (DSI) an der ESMT Berlin das aktuelle Bundeslagebild Cybercrime vorgestellt. Cybercrime ist in den letzten Jahren zu einem komplexen kriminellen Wirtschaftszweig mit eigenen Wertschöpfungsketten avanciert und bedroht Privatpersonen, Unternehmen und Behörden gleichermaßen.

  • Bilanz des Runden Tisches „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“
    Der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im September 2018 eingerichtete Runde Tisch „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ hat am 27.05.2021 seine Bilanz der gemeinsamen Arbeit in der 19. Legislaturperiode vorgelegt. Am Runden Tisch sind erstmalig Bund, Länder und Kommunen in einem eigens dafür eingerichteten Gremium zusammengekommen, um gemeinsam den Ausbau und die finanzielle Absicherung der Arbeit von Frauenhäusern und ambulanten Hilfs- und Betreuungseinrichtungen voranzubringen. Ein zentrales Ergebnis ist die Umsetzung des Bundesförderprogramms „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“. Damit wird der Aus-, Um- und Neubau sowie die Sanierung von Frauenhäusern und Fachberatungsstellen gefördert. Der Bund investiert dafür seit 2020 bis 2024 jährlich 30 Millionen Euro.

  • Längere bezahlte Elternzeit macht Kinder später zufriedener
    Eine längere bezahlte Elternzeit in der DDR hat zu einer höheren Zufriedenheit der Kinder im Erwachsenenalter geführt. Das geht hervor aus einer Studie des ifo Instituts zum Weltkindertag. In der Studie werden die in der Elternzeitforschung bisher unbeachteten Reformen der DDR in den Jahren 1976 und 1986 analysiert, die das sogenannte „Babyjahr“ einführten. Damit wurde die bezahlte Elternzeit von 5 auf 12 Monate verlängert. Ab 1976 durften Mütter mit mehr als einem Kind das bezahlte Babyjahr nehmen. Ab 1986 konnten dies dann auch Mütter mit ihrem erstgeborenen Kind. 

  • Vor der nächsten Pandemie handeln: Internationales Expertengremium One Health startet
    Das „One Health High Level Expert Panel“ (OHHLEP) aus 26 Mitgliedern wurde am 20. Mai offiziell vorgestellt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE), die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hatten zu Bewerbungen für das Gremium aufgerufen. An der Schnittstelle der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt soll es die vier Partnerorganisationen wissenschaftlich beraten. Schwerpunkte sind hierbei die Interaktionen zwischen Mensch, Tier und Ökosystem und das frühzeitige Erkennen zukünftiger Bedrohungen für die Gesundheit (One Health Ansatz). Zudem sollen Faktoren, die ein Überspringen von Erregern von Tier auf Mensch beeinflussen, identifiziert werden. Ziel ist die Entwicklung einer globalen Agenda zur Reduktion des Risikos von Pandemien. 

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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