07.12.2020

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (180)

  • Tabakatlas 2020 des Deutschen Krebsforschungszentrums
    Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat am 01.12.2020 mit der neuen Auflage des Tabakatlas zum dritten Mal eine Zusammenfassung aktueller Daten und Fakten rund um den Tabakkonsum sowie der damit verbundenen gesundheitlichen Risiken und gesellschaftlichen Folgen veröffentlicht. Der Bericht verdeutlicht das enorme Potential der Krebsprävention und präventiver Gesundheitspolitik. Rauchen verursacht nach wie vor in besonderem Maße Krankheit und Tod: Allein in Deutschland waren im Jahr 2018 rund 85.000 Krebsfälle durch das Rauchen verursacht und etwa 127.000 Menschen starben an den Folgen der zahlreichen tabakbedingten Erkrankungen. Das entspricht 13,3 Prozent aller Todesfälle – diese Zahl ist seit der letzten Berechnung 2013 noch weiter gestiegen. Der Tabakatlas gibt einen umfassenden Überblick über das Ausmaß des Rauchens, die Folgen des Tabakkonsums sowie über Lösungsstrategien, um die Schäden zu verringern, die das Rauchen der Gesellschaft zufügt. Immer noch rauchen 26,4 Prozent der Männer und 18,6 Prozent der Frauen sowie 6,0 Prozent der Jungen im Alter von 12 bis 17 Jahren und 5,2 Prozent der gleichaltrigen Mädchen. Dabei gibt es nach wie vor zwischen den einzelnen Bundesländern erhebliche Unterschiede im Raucheranteil.

  • Vielfältig engagiert, breit vernetzt: Migrantenorganisationen gestalten das Land mit
    Eine neue Studie "Vielfältig engagiert – breit vernetzt – partiell eingebunden? Migrantenorganisationen als gestaltende Kraft in der Gesellschaft" des Forschungsbereichs beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) präsentiert eine systematische Bestandsaufnahme der aktiven Migrantenorganisationen in Deutschland. Sie liefert Hinweise darauf, wie Politik, Verwaltung, Migrantenorganisationen und die weitere Zivilgesellschaft ihre Zusammenarbeit verbessern und Migrantenorganisationen passend gefördert werden können. Die Politik sollte Migrantenorganisationen strukturell stärken, damit sie besseren Zugang zu den regulären Fördermitteln für ihre Angebote erhalten. Migrantenorganisationen sollten sich verstärkt in fachspezifischen Gremien einbringen und diese sich öffnen. So kann ihr Potenzial als gestaltende Kraft besser ausgeschöpft werden.

  • Glossar zur gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung
    Die Publikation für neue Stadtmacher und etablierte Akteure der Stadtentwicklung enthält eine umfassende Sammlung von Begriffen, die für die Aushandlung des Gemeinwohls in der Entwicklung offener Städte bedeutsam sein können. 
    Zum Hintergrund: "Mit der LEIPZIG CHARTA zur nachhaltigen europäischen Stadt (PDF, 93KB, Datei ist nicht barrierefrei) haben sich die für Stadtentwicklung zuständigen Ministerinnen und Minister der EU-Mitgliedstaaten 2007 angesichts wachsender Herausforderungen dazu verpflichtet, nachhaltige und integrierte Stadtentwicklung zu stärken und Verantwortung für besonders benachteiligte Stadtquartiere zu übernehmen. In Deutschland entstand dazu 2007 unter Federführung des Bauministeriums die „Nationale Stadtentwicklungspolitik“ als Gemeinschaftsinitiative von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden. Das Memorandum „Auf dem Weg zu einer Nationalen Stadtentwicklungspolitik“ beschreibt die Grundlage, wie Stadt „zum öffentlichen Thema“ und gemeinsam mit vielen Aktiven und starken Impulsen für die Praxis der Stadtentwicklung in Deutschland gemacht werden kann. Fünf Jahre später aktualisierte das Memorandum Städtische Energien – Zukunftsaufgaben der Städte (PDF, 165KB, Datei ist nicht barrierefrei) (2012) die Grundlagen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik mit dem Blick auf die globale Verantwortung im Klimawandel. Vor dem Hintergrund der digitalen Transformation, wachsender sozialer Polarisierung und der Beschleunigung des Klimawandels wurde 2017 nach einer Evaluation die Weiterentwicklung der Nationalen Stadtentwicklungspolitik angestoßen. In Vorbereitung der EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands 2020 entstand seit 2018 in einem umfassenden nationalen und europäischen Dialogprozess „The New Leipzig Charter – The Transformative Power of Cities for the Common Good“. Gemeinsam mit der „New Urban Agenda for the EU“ dient sie zukünftig als neue Grundlage der Stadtentwicklungspolitik in Europa. Die „Neue Leipzig Charta“ soll auf dem Ministertreffen im Ende November/Anfang Dezember 2020 in Leipzig beschlossen werden." Quelle: Nationale Stadtentwicklung Politik

  • 14. DGE-Ernährungsbericht
    Am 24.11.2020 hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ihren 14. Ernährungsbericht veröffentlicht. Im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erarbeitet die DGE den Bericht seit über 50 Jahren als wichtiger Impulsgeber für die Ernährungs- und Gesundheitspolitik in Deutschland. Die alle vier Jahre erscheinenden Ernährungsberichte tragen dazu bei, die Ernährungssituation der deutschen Bevölkerung langfristig zu betrachten, Ergebnisse aus Forschungsvorhaben zu präsentieren, zu bewerten und Handlungsempfehlungen abzuleiten. Auch der 14. DGE-Ernährungsbericht schreibt die Trendanalysen zum Lebensmittelverbrauch und zur Entwicklung von Übergewicht und Adipositas in Deutschland fort und stellt die Evidenzlage für ausgewählte ernährungsrelevante Fragestellungen vor.

  • 6,4 Millionen Menschen lebten in Deutschland 2019 in überbelegten Wohnungen
    Aktivitäten außerhalb der eigenen vier Wände sind zurzeit wegen der Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie stark eingeschränkt. Besonders belastend kann das für Menschen sein, die in überbelegten Wohnungen leben. In Deutschland waren davon im Jahr 2019 rund 6,4 Millionen betroffen, 340 000 mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach aktuellen Ergebnissen der Erhebung Leben in Europa (EU-SILC) mitteilt, lag die Überbelegungsquote 2019 in Deutschland mit 7,8 % jedoch immer noch gut 9 Prozentpunkte unter dem Durchschnittswert der EU-27 (17,1 %). Als überbelegt gilt eine Wohnung, wenn sie über zu wenige Zimmer im Verhältnis zur Personenzahl verfügt.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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