07.09.2020

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (160)

  • Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen
    Die Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen (BKMO) ist ein regelmäßiges Diskussionsforum, um den Stimmen der Migrationslandschaft mehr Gehör zu verschaffen, um politische Impulse zu geben und beizutragen zu einer zukunftsgewandten und teilhabeorientierten Politik, welche die Integration der gesamten Gesellschaft in den Blick nimmt. Aktuell hat die BKMO einen Begleitausschuss (BA) von Expert*innen eingesetzt, um den Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus kritisch zu begleiten sowie die bereits viel beachtete Anti-Rassismus Agenda 2025 - für eine rassismusfreie und chancengerechte Einwanderungsgesellschaft veröffentlicht. 

  • Verschwörungstheorien weit verbreitet
    Die Konrad Adenauer Stiftung (KAS) hat am 06.09.2020 die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zu Verschwörungstheorien veröffentlicht. Zu den Ergebnissen schreibt die Stiftung auf ihrer Webseite u.a.: "Die Verbreitung von Verschwörungstheorien wird mit Sorge betrachtet. Und die Corona-Pandemie hat ihnen medial noch einmal Auftrieb gegeben. Bereits vor der Pandemie hat die Konrad-Adenauer-Stiftung in einer repräsentativen Befragung erhoben, wie verbreitet der Zweifel an etabliertem Wissen und der Glaube an Verschwörungstheorien war. Bereits vor der Pandemie neigte fast ein Drittel der Bevölkerung zu Verschwörungstheorien."

  • Nationales Gesundheitsportal www.gesund.bund.de
    Das neue Gesundheitsportal ging am 01.09.2020 online soll Bürgerinnen und Bürger ermöglichen, sich künftig schnell, zentral, verlässlich, werbefrei und gut verständlich über alle Themen rund um Gesundheit und Pflege informieren können. Außerdem werden zahlreiche Beiträge zu verbrauchernahen Themen wie Pflege, Prävention und Digitalisierung angeboten. Weitere Themenschwerpunkte sollen Schritt für Schritt hinzugefügt und das Spektrum an Angeboten kontinuierlich weiterentwickelt werden. Das Nationale Gesundheitsportal wird in Verantwortung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) betrieben. Mit dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Robert Koch-Institut (RKI) standen dem BMG renommierte Content Partner zur Seite. Bei der Arzt- und Krankenhaussuche wird das BMG außerdem durch die „Weisse Liste“ der Bertelsmann Stiftung sowie anerkannte Expertinnen und Experten zu einzelnen Fachthemen unterstützt.  Die Inhalte basieren auf aktuellen Forschungsarbeiten und Meta-Studien.

  • 30 Prozent der homo- und bisexuellen sowie trans-, queer und intersexuellen Menschen erleben Diskriminierung im Arbeitsleben
    Eine am 02.09.2020 veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Universität Bielefeld untersuchte die Arbeitsmarktsituation von homo- und bisexuellen sowie trans-, queer und intersexuellen (LGBTQI*) Menschen in Deutschland – Diskriminierung immer noch weit verbreitet – Fast ein Drittel der Befragten geht vor Kolleg*innen nicht offen mit ihrer Sexualität oder Geschlechtsidentität um – LGBTQI*-Menschen outen sich häufiger in Branchen, in denen sie vergleichsweise stärker vertreten sind. Bei der gesellschaftlichen Akzeptanz und juristischen Gleichstellung von Menschen mit verschiedenen sexuellen Orientierungen sowie Menschen mit nicht-binärer Geschlechtsidentität sind in den vergangen 20 Jahren viele Fortschritte erzielt worden. Dennoch sind noch 30 Prozent dieser Menschen mit Diskriminierung im Arbeitsleben konfrontiert. Bei den Trans*-Menschen sind es sogar mehr als 40 Prozent. Dies hat eine Umfrage des Sozio-oekonomischen Panels und der Universität Bielefeld ergeben, die LGBTQI*-Menschen zu ihren Erfahrungen und Erwartungen im Arbeitsumfeld befragt hat. Mit der Studie können bundesweit aussagekräftige Ergebnisse zur Arbeitsmarktsituation von LGBTQI*-Menschen vorgelegt werden. „Bisher wurde die empirische Forschung in Deutschland zu diesem Thema dadurch erschwert, dass die Fallzahlen in bestehenden Befragungen gering waren oder aber entsprechende Informationen in Registerdaten des Arbeitsmarkts fehlten“, berichtet SOEP-Forscherin Mirjam Fischer. Die SOEP-Befragung wurde durch eine Stichprobe an LGBTQI*-Menschen aufgestockt und durch eine Online-Befragung eines Forschungsprojekts der Universität Bielefeld ergänzt.

  • Polizei-Newsletter Nr. 244, September 2020
    Der Polizei-Newsletter wird herausgegeben von Professor Dr. Thomas Feltes, Ruhr-Universität Bochum. Er informiert monatlich über aktuelle Forschungen, Aufsätze und Berichte mit Bezug zu Polizei und Sicherheit. Themen des aktuellen Newsletters sind: 
    (1) Radikalisierung von Terroristen im Heimatland (2) Frühere Extremisten in der schulischen Präventionsarbeit (3) Mehr Hasskriminalität durch rechtsextreme Politiker (4) Wahrnehmung von Kriminalität im Zeitverlauf (5) Wirkung von Deeskalationstrainings (6) Studie zu Re-Viktimisierungen (7) Taser ersetzt nicht den polizeilichen Schusswaffengebrauch (8) Pforzheimer Sicherheitsaudit (9) Bessere Ausbildung, weniger Polizeigewalt (10) Der Einsatz „künstlicher Polizeibeamter“ zur Reduktion überhöhter Geschwindigkeit (11) Open Access Buch zu Kriminalität und Verbrechensfurcht auf öffentlichen Plätzen (12) Handbuch Extremismusprävention des BKA (13) Body-Cams (14) Wie valide ist ViCLAS? (15) Kein Anstieg von Waffengewalt gegen Polizeibeamte in den USA (16) Mass Shootings und häusliche Gewalt (17) Polizei und Kontakt zu Personen mit psychischen Problemen und Drogenproblemen (18) Innere Sicherheit in unruhigen Zeiten.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


Weitere News zum Thema „Aktuelles“