25.11.2019

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (124)

  • Statistisches Bundesamt (DESTATIS)
    Internationaler Tag der Kinderrechte: Fakten zur Situation in Deutschland. Im Jahr 2018 waren 2,4 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 6 % weniger. Gleichzeitig haben die Jugendämter bei rund 50 400 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung aufgrund von Gewalt oder Vernachlässigung festgestellt, 10 % mehr als 2017. Anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte am 20. November 2019 trägt das Statistische Bundesamt (Destatis) exemplarisch Fakten zur Situation der rund 13,6 Millionen minderjährigen Kinder und Jugendlichen in Deutschland für das Jahr 2018 zusammen.

  • Weltgesundheitsorganisation (WHO)
    Vernachlässigung der Gesundheit von Häftlingen kommt die Gesellschaft später teuer zu stehen. In einem neuen Bericht der WHO werden verbesserte Gesundheitskontrollen und Surveillance-Systeme in Haftanstalten in der Europäischen Region gefordert. Konkret wird dringend darauf hingewiesen, dass die Insassen von Haftanstalten weiterhin unverhältnismäßig häufig von undiagnostizierten und unbehandelten Erkrankungen betroffen sind und damit nach ihrer Entlassung zu einer zusätzlichen gesundheitlichen Belastung für die Außenwelt werden. Der Sachstandsbericht über Gesundheit im Strafvollzug in der Europäischen Region der WHO enthält eine Analyse der erhobenen Daten über den Gesundheitsstatus von Häftlingen und die Gesundheitssysteme im Strafvollzug in 39 Ländern der Europäischen Region. Im Rahmen der Studie der WHO wurden zwischen 2016 und 2017 Daten aus den Mitgliedstaaten in der Region zur Beobachtung und epidemiologischen Überwachung der Gesundheit im Strafvollzug erhoben.

  • Die Kinderschutzzentren (www)
    Sexualisierte Gewalt in organisierten und rituellen Gewaltstrukturen ist nach wie vor ein tabuisiertes und kontrovers diskutiertes Thema. Repräsentative wissenschaftliche Studien zur Häufigkeit und den Folgen liegen nicht vor. Demgegenüber stehen jedoch eine Vielzahl an Berichten, Befragungen und Fachliteratur, die eine hohe Relevanz in der Praxis aufzeigen. Diese Diskrepanz führt in der Öffentlichkeit sowie im fachlichen Diskurs oftmals zu Verständigungsproblemen und Uneinigkeiten. Berichte Betroffener und professioneller Unterstützer*innen, aber auch eine nicht unerhebliche Zahl  beim Fonds sexueller Missbrauch gestellter Anträge beschreiben eindringlich die Notlage: Für Menschen mit diesen Erfahrungen ist es oft besonders schwer, Schutz und angemessene Unterstützung zu erhalten und gehört zu werden. Um das Thema voranzubringen, wurde 2016 ein Fachkreis beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit etwa 20 Expert*innen unterschiedlicher Professionen und Arbeitsfelder eingerichtet und durch die Kinderschutz-Zentren zusammen mit dem Projektpartner ECPAT koordiniert. Ein Ergebnis der intensiven Arbeit ist eine Expertise mit Empfehlungen an Politik und Gesellschaft.

  • WEISSER RING (WR)
    Journalistenpreis 2019: Geschichten, die berühren, verstören, aufklären: Zum siebten Mal hat der WEISSE RING seinen Journalisten-Preis vergeben. Bei der Verleihung in Hamburg am Samstagabend wurden journalistische Beiträge in fünf Kategorien ausgezeichnet. Zudem wurde ein Sonderpreis verliehen. 

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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