04.02.2024

Zwei Milliarden Menschen ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser

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(hib/JOH) Die Bundesregierung sieht Fortschritte bei der Erreichung des sechsten, nachhaltigen Entwicklungsziels (SDG6) zu sauberem Wasser und Sanitäreinrichtungen. So sei laut dem „Global Sustainable Development Report 2023“zwischen 2000 und 2020 der Anteil der Weltbevölkerung, der Zugang zu sicherem Trinkwasser habe, von 62 Prozent auf 74 Prozent gestiegen, schreibt sie in einer Antwort (20/10136) auf eine Kleine Anfrage (20/9909) der CDU/CSU-Fraktion. Insgesamt habe sich die Situation auch im Hinblick auf Zugang zu sicherer Sanitärversorgung und Hygiene verbessert. 

Dennoch bestünden weiter große Ungleichheiten zwischen und innerhalb der Länder, heißt es in der Antwort weiter. So hätten noch immer zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Am stärksten davon betroffen seien arme Bevölkerungsgruppen weltweit sowie Menschen, die in fragilen Kontexten und/oder in Flüchtlings-Camps lebten. Der Fortschritt werde unter anderem durch den Klimawandel und durch konkurrierende landwirtschaftliche, ökologische und finanzielle Prioritäten sowie durch Bedrohungen der Wasserqualität und Übernutzung gefährdet. 

Die Bundesregierung setze sich mit zahlreichen Initiativen für eine Trendwende in der globalen Wasserpolitik ein und hebe die Bedeutung von Wasser für die Lösung der Klimakrise, Biodiversitätsverlust und Umweltverschmutzung sowie Ernährungssicherheit hervor, betont sie. Als beispielhafte Maßnahmen nennt sie unter anderem die Initiative „Water and Energy for Food“ (WE4F), das „Sun4Water“ Programm sowie der Fonds zur Förderung von Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft (i4Ag). 

Mit den „Bonn Water Dialogues for Results“ habe das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit und Verbraucherschutz für die gesamte Bundesregierung 2021 zudem einen partizipativen Dialogprozess mit VN-Mitgliedstaaten und Interessensgruppen durchgeführt. Er habe nach Auffassung der Bundesregierung einen wichtigen Beitrag für die internationale Debatte zu den wasserrelevanten SDGs sowie die späteren Ergebnisse der VN-Wasserkonferenz 2023 geleistet.

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