22.12.2019

Prävention von Radikalisierung und demokratiefeindlichem Extremismus: Aktuell (159)

  • Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
    Gekonnt handeln - gegen Antisemitismus. Trainings zur kritischen Auseinandersetzung mit Antisemitismus in Kiel (20.01.20), Halle an der Saale (21.01.20) und Neu-Ulm (24.01.20). Schlechte Witze und Beleidigungen, Verschwörungstheorien oder antisemitische Rufe auf Demonstrationen: die Liste ließe sich beliebig fortsetzen und belegt die Lebenswirklichkeit vieler Jüdinnen und Juden, für die Diskriminierung und Vorurteile alltäglich sind. Viele Menschen stellen sich Antisemitismus aber auch mutig entgegen. Sie diskutieren, klären auf oder organisieren Workshops. Für diese hat die bpb die Methoden-Handreichung "Gekonnt handeln: Kritische Auseinandersetzung mit Antisemitismus" entwickelt. Darin werden Methoden und Aktivitäten zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus im Alltag vorgestellt, die von Praktikerinnen und Praktikern seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt werden.
  • Aktuelles aus dem Deutschen Bundestag:
    Zahl der Gefährder (hib/STO) Ende November dieses Jahres sind nach den Bundesbehörden vorliegenden Erkenntnissen in allen Phänomenbereichen der politisch motivierten Kriminalität einschließlich des Bereichs "nicht zuzuordnen" insgesamt 752 Personen als Gefährder eingestuft gewesen. Davon entfielen 46 auf den Bereich der politisch rechts motivierten Kriminalität, fünf auf den der politisch links motivierten Kriminalität, 21 auf den Phänomenbereich "Ausländische Ideologie" und 679 auf den Phänomenbereich "Religiöse Ideologie", wie aus der Antwort der Bundesregierung (19/15668) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/15199) hervorgeht. Als "Gefährder" gilt danach "eine Person, zu der bestimmte Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass sie politisch motivierte Straftaten von erheblicher Bedeutung, insbesondere solche im Sinne des Paragrafen 100a der Strafprozessordnung (StPO), begehen wird."
  • Bundesprogramm "Demokratie leben!"
    Newsletter Dezember 2019. Die erste Förderperiode des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ neigt sich dem Ende zu. Über 600 Projekte machten sich in den vergangenen fünf Jahren für Demokratie und Vielfalt stark. Seit Beginn des Bundesprogramms sind die Mittel deutlich erhöht worden: von 40,5 Millionen Euro im Jahr 2015 auf mehr als 115,5 Millionen Euro im Jahr 2019. Im Januar beginnt die zweite Förderperiode (2020 bis 2024) des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Auf Grundlage der Erfahrungen der ersten Förderperiode und mit Blick auf die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wurden die Ziele des Bundesprogramms neu justiert und stärker fokussiert. Der inhaltliche Dreiklang „Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen“ ist hierbei handlungsleitend. Ein Schwerpunkt dieses Newsletters ist es deshalb, einen Überblick über die Weiterentwicklung des Bundesprogramms zu geben.
  • Radicalisation Awareness Network (RAN)
Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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