17.06.2019

Prävention von Radikalisierung und demokratiefeindlichem Extremismus: Aktuell (146)

  • Nationales Zentrum für Kriminalprävention (NZK)
    Forschungsbericht/Abschlussbericht Evaluationsstudie einer schulbasierten Präventionsmaßnahme eines Aussteigers aus dem Bereich Rechtsextremismus“

  • Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
    Internationale Fachtagung Glocal Islamism 2019 - Phänomene, Interdependenzen, Prävention vom 15. - 17.10.2019 (Potsdam). Islamistische Akteure agieren transnational und gewinnen mit ihrer grenzüberschreitenden Ideologie Befürworter und Anhänger in der gesamten Welt. Der internationale Dialog der Präventionsakteure, deren überregionale Vernetzung sowie der interdisziplinäre Wissenstransfer sind daher unerlässlich, um diesem transnationalen Phänomen langfristig effektiv entgegenwirken zu können. Von legalistischem Islamismus bis zum gewaltbereiten Dschihadismus - all diese Facetten des transnational agierenden Islamismus sind Gegenstand der internationalen Fachtagung. Wie hängen lokale und globale Entwicklungen zusammen? Und welche Trends lassen sich daraus ableiten? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen der Fachtagung behandelt. Neben der Phänomenanalyse kommen Expertinnen und Experten sowie Teilnehmende aus dem In- und Ausland zusammen, um sich über Präventionsansätze auszutauschen.

  • European Radicalisation Awareness Network (RAN)
    UPDATE 60 und UPDATE 61

  • Aktuelles aus dem Bundestag:

    • Islamfeindliche Straftaten
      (hib/STO) Über islamfeindliche Straftaten berichtet die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/10570) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (19/10334). Danach wurden dem Bundeskriminalamt im ersten Quartal 2019 (Stand: 21. Mai) insgesamt 132 Delikte mit dem Unterthema "Islamfeindlich" gemeldet. "Im ersten Quartal 2019 wurden insgesamt vier Personen bei Delikten mit dem Unterthema ,Islamfeindlich' als verletzt gemeldet", heißt es in der Antwort weiter. Davon handelte es sich den Angaben zufolge in drei Fällen um Delikte, die dem Phänomenbereich der politisch rechts motivierten Kriminalität zugeordnet wurden, und in einem Fall um den Phänomenbereich "Politisch motivierte Kriminalität - Nicht zuzuordnen". Die genannten Zahlen haben laut Bundesregierung "vorläufigen Charakter und sind durch Nach-/Änderungsmeldungen Veränderungen unterworfen".

    • Gut 36.000 politisch motivierte Straftaten
      (hib/STO) In Deutschland sind im vergangenen Jahr 36.062 - vollendete oder versuchte - politisch motivierte Straftaten begangen worden, davon 3.366 Gewalttaten. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/10583) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/10356) hervor. Danach entfielen im Jahr 2018 auf die politisch rechts motivierte Kriminalität 20.431 versuchte oder vollendete Straftaten, darunter 1.156 Gewalttaten, und auf die politisch links motivierte Kriminalität 7.961 solcher Straftaten, darunter 1.340 Gewalttaten. Dem Phänomenbereich "Politisch motivierte Kriminalität - ausländische Ideologie" wurden den Angaben zufolge 2.487 versuchte oder vollendete Straftaten zugeordnet, darunter 425 Gewalttaten, und dem Phänomenbereich "Politisch motivierte Kriminalität - religiöse Ideologie" 586 solcher Straftaten, darunter 58 Gewalttaten. Im Phänomenbereich "Politisch motivierte Kriminalität - nicht zuzuordnen" wurden laut Vorlage 4.597 versuchte oder vollendete Straftaten verzeichnet, darunter 387 Gewalttaten.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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