31.03.2022

Weltbevölkerungsbericht 2022

Jede zweite Schwangerschaft ist un­beabsich­tigt

Weltweit sind 121 Millionen Schwan­ger­schaf­ten jedes Jahr un­beab­sich­tigt. Das ent­spricht einem Anteil von 48 Prozent aller Schwan­ger­schaften. 257 Millio­nen Mädchen und Frauen, die eine Schwanger­schaft verhüten möchten, haben außer­dem einen unge­deck­ten Bedarf an Verhü­tungs­mitteln. 

Weil sich die Versor­gung mit Verhü­tung in humani­tären Krisen ver­schlech­tert, sind diese immer auch ein Treiber von un­beab­sich­tigten Schwan­ger­schaften. Zu diesem Ergeb­nis kommt der Welt­be­völ­kerungs­be­richt 2022 des UN-Be­völ­ke­rungs­fonds (UNFPA). "Verborgenes sehen: Die Krise der unbeab­sich­tigten Schwanger­schaften" lautet der Titel der deut­schen Kurz­fassung, welche die Deutsche Stiftung Welt­bevöl­kerung (DSW(Externer Link)) gemein­sam mit UNFPA und der Bundes­minis­terin für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wick­lung (BMZ) heute in der Bun­des­presse­kon­fe­renz in Berlin vor­ge­stellt hat.

Humanitäre Krisen wie der aktuelle Krieg in der Ukraine sind regel­mäßig mit einer Zu­nah­me sexuali­sier­ter Gewalt ver­bun­den. Oft werden Massen­ver­gewal­ti­gun­gen sogar sys­tema­tisch als Kriegs­waffe ein­gesetzt. Ins­ge­samt treiben pre­käre Si­tua­tionen die Zahl un­beab­sich­tigter Schwan­ger­schaften in die Höhe: Faktoren wie Armut und schlechte Bildung sind Ursache und Folge zugleich und betreffen Frauen häufiger als Männer.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
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