01.02.2021

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (194)

  • Transparency International veröffentlicht Korruptionswahrnehmungsindex 2020
    Die Antikorruptionsorganisation Transparency International hat am 28.01.2021 den Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index, CPI) veröffentlicht. Weltweit erreichen mehr als zwei Drittel aller Länder eine Punktzahl von unter 50 Punkten, der Durchschnitt liegt bei nur 43 Punkten. Deutschland erreicht wie im vergangenen Jahr 80 Punkte und rangiert auf dem 9. Platz von 179.

  • Studie zu Gewalterfahrungen von ehrenamtlichen Ratsmitgliedern
    Die Heinrich-Böll-Stiftung hat sich mit ihrer Studie „Beleidigt und bedroht. Arbeitsbedingungen und Gewalterfahrungen von Ratsmitgliedern in Deutschland“ der großen Gruppe ehrenamtlicher Mandatsträger/innen in Kreistagen, Stadt- und Gemeinderäten zugewandt. Interviews mit 50 ehrenamtlichen Politiker/innen aller Parteien mit Gewalterfahrungen zeigen: Durch das fehlende professionelle Umfeld treffen Beleidigungen und Bedrohungen die ehrenamtlichen Politiker/innen direkter und im privaten Umfeld, bisweilen sogar im heimischen Wohnzimmer oder am privaten Telefon. Im Umgang damit stehen die Betroffenen nicht selten allein da.

  • Podcast-Reihe der Stiftung Aktive Bürgerschaft
    Unter der Überschrift "Zukunft und Zivilgesellschaft" hat die Stiftung Aktive Bürgerschaft eine Podcast-Reihe gestartet. Der Podcast ist auch auf AMAZON MUSIC/AUDIBLEAPPLE PODCASTSDEEZERGOOGLE PODCASTS und SPOTIFY.

  • 3,1 Millionen Erwerbstätige waren 2019 hierzulande von Armut bedroht
    Viele Erwerbstätige müssen wegen der Corona-Pandemie, etwa durch Kurzarbeit, empfindliche Einbußen bei ihrem Einkommen hinnehmen. Doch schon vor der Krise schützte die Erwerbsarbeit nicht alle Beschäftigten vor Armutsgefährdung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren 8,0 % der Erwerbstätigen ab 18 Jahren im Jahr 2019 in Deutschland armutsgefährdet. Rund 3,1 Millionen Menschen mussten also trotz Arbeit mit weniger als 60 % des mittleren Einkommens (Median) der Gesamtbevölkerung auskommen. Die Armutsgefährdung von Erwerbstätigen ging damit im Vergleich zum Jahr 2018 um gut einen Prozentpunkt zurück: Damals hatte sie 9,1 % betragen. Der Rückgang fiel deutlicher aus als im Durchschnitt der EU-27: Hier sank der Anteil von 9,3 % auf 9,0 %. Insgesamt waren Erwerbstätige hierzulande also etwas seltener armutsgefährdet als im EU-Durchschnitt. In Rumänien waren Erwerbstätige mit einem Anteil von 15,7 % EU-weit am häufigsten von Armut bedroht, in Finnland (2,9 %) am seltensten.

     

Ein Service des deutschen Präventionstages.
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