14.10.2020

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (168)

  • Österreichischer Präventionskongress 2020
    Der diesjährige Österreichische Präventionskongress 2020 steht ganz im Zeichen des "Respekts" und findet vom 16. bis 19.11.2020 statt. Die vier Online-Kongresstage 2020 sind geprägt von Themen wie Resilienz, Bildung, Gewalt, Online, Hass, Werte, Gesundheit, Menschenrechte, Jugend, Kultur, Religion und Beruf. Programm und Anmeldung

  • Hilfe-Info.de ist die neue Plattform des Bundes für Betroffene von Straftaten
    Das Bundesjustizministerium (BMJV) bündelt seit dem 06.10.2020 Informationen auf einer neuen Webseite mit Hilfsmöglichkeiten und wichtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern. Opfer einer Straftat zu werden ist eine sehr belastende Situation. Zur Bewältigung der Tat und ihrer Folgen kommen Unsicherheiten hinzu: Was kann und sollte ich jetzt tun? Wo finde ich Hilfe? Wie geht es weiter? Um diese Fragen zu beantworten, hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz eine neue bundesweite Opferschutzplattform entwickelt und heute gestartet. Unter www.hilfe-info.de sind Informationen zu Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten, finanziellen Unterstützungsleistungen und zum Ablauf von Strafverfahren zu finden. Über einen Beratungsstellen-Finder können Betroffene zudem schnell Hilfsangebote in ihrer Nähe mit telefonischer, Online- oder persönlicher Beratung finden.

  • Bericht zur Online-Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen
    "Mädchen und junge Frauen, die digitale Gewalt erleben, verlassen die sozialen Medien. Zu diesem Ergebnis kommt der Welt-Mädchenbericht von Plan International „Free to be online - Erfahrungen von Mädchen und jungen Frauen mit digitaler Gewalt“. Danach erleben 58 Prozent der befragten Mädchen und jungen Frauen Bedrohungen, Beleidigungen und Diskriminierungen in den sozialen Medien. In Deutschland sind es sogar 70 Prozent. Für den Bericht hat die Kinderrechtsorganisation mehr als 14.000 Mädchen und junge Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren befragt – 1.003 davon in Deutschland. Die Folgen von Online-Gewalt sind gravierend: In Deutschland nutzen 11 Prozent der Betroffenen die sozialen Medien weniger, 9 Prozent schreiben keine Posts mehr und 5 Prozent verlassen die Plattformen ganz. Im Gegensatz zu den weltweiten Ergebnissen, liegt Instagram als Plattform mit den meisten Angriffen mit 45 Prozent in Deutschland vor Facebook mit 35 Prozent. Die Formen der Belästigung, die die befragten Mädchen und jungen Frauen entweder persönlich oder im Umfeld von Freundinnen erfuhren, sind Beschimpfungen und Beleidigungen, sexuelle Belästigung, persönliche Demütigung, Bodyshaming, rassistische Kommentare, Stalking, Kommentare gegen die sexuelle Orientierung, Anti-LGBTIQ+ sowie die Androhung physischer Gewalt. Die Studie zeigt, dass Mädchen und junge Frauen unabhängig von den Ländern, in denen sie leben, regelmäßig Online-Angriffen ausgesetzt sind. Auch wird ersichtlich, dass die derzeitigen Meldemechanismen offensichtlich nicht ausreichen, um wirksam gegen dieses Phänomen vorzugehen. Aus diesem Grund hat Plan International Deutschland einen offenen Brief initiiert und ruft alle Nutzerinnen und Nutzer von sozialen Medien dazu auf, diesen zu unterschreiben und damit von den Betreibern von Digital-Plattformen wirksame Maßnahmen einzufordern." Quelle: klicksafe 

  • Welthunger-Index 2020
    Bereits vor der Covid-19 Pandemie litten die Menschen in mehr als 50 Ländern unter Hunger und Unterernährung. Die Fortschritte bei der weltweiten Hungerbekämpfung sind in Folge von Ungleichheit, Konflikten, Vertreibung und Klimawandel viel zu gering, um das verbindliche Ziel „Zero Hunger“ bis 2030 zu erreichen. Dies zeigt der neue Welthunger-Index den die Welthungerhilfe am 12.10.2020 veröffentlicht hat, der die Ernährungslage in 107 Ländern berechnet. 14 Länder weisen heute höhere Hungerwerte auf als noch 2012. Dazu gehören u.a. Kenia, Madagaskar Venezuela und Mosambik. Die Welthungerhilfe macht deutlich, dass die COVID-19 Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen die Ernährungsunsicherheit von Millionen Menschen verschärfen. Die Zahl der Hungernden ist weltweit auf derzeit 690 Millionen Menschen gestiegen. Daher begrüßt die Welthungerhilfe ausdrücklich, dass mit dem Friedensnobelpreis für das Welternährungsprogramm der Kampf gegen den Hunger als zentrale Herausforderung der Weltgemeinschaft anerkannt wird.

  • Gefälschte und manipulierte Nutzerbewertungen beim Online-Kauf
    Das Bundeskartellamt hat am 06.10.2020 die Ergebnisse seiner Sektoruntersuchung zu Nutzerbewertungen im Internet vorgestellt. In seinem abschließenden Bericht klärt das Bundeskartellamt über die Hintergründe von Fake-Bewertungen auf und formuliert praktikable Lösungsansätze. Der vollständige Bericht und das Video mit Verbrauchertipps zum Umgang mit Nutzerbewertungen sind auf der Internetseite des Bundeskartellamtes abrufbar. Außerdem finden Sie eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse auch in einem neuen Beitrag zur Schriftenreihe „Wettbewerb und Verbraucherschutz in der digitalen Wirtschaft“ des Bundeskartellamtes: „Verbraucherrechtlicher Handlungsbedarf bei Nutzerbewertungen“.

  • "Mehr Naturkatastrophen durch Klimawandel
    4,2 Milliarden Betroffene, 1,2 Millionen Tote - zwischen 2000 und 2019 hat sich die Zahl der Naturkatastrophen gegenüber den vorherigen 20 Jahren fast verdoppelt. Ein UN-Bericht sieht dafür vor allem einen Grund: den Klimawandel. Der Klimawandel ist einem UN-Bericht zufolge hauptverantwortlich dafür, dass sich die Zahl der Naturkatastrophen seit dem Jahr 2000 verdoppelt hat. Bis 2019 seien weltweit insgesamt 7348 Katastrophen größeren Ausmaßes registriert worden und damit fast doppelt so viele wie zwischen 1980 und 1999, teilte das UN-Büro für Katastrophenvorbeugung (UNDRR) mit. Am schwersten betroffen war dem Bericht zufolge Asien, gefolgt vom amerikanischen und afrikanischen Kontinent. China und die USA registrierten demnach die meisten Naturkatastrophen, danach folgten Indien, die Philippinen und Indonesien. Es gab mehr Erdbeben und Tsunamis und vor allem mehr klimabedingte Naturkatastrophen: Deren Anzahl stieg von gut 3600 auf gut 6600. Der Anteil dieser Vorfälle an der Gesamtzahl stieg leicht von 87 auf 91 Prozent. Dazu gehören Überschwemmungen, Stürme, Dürren, Waldbrände und Hitzewellen."
    Quelle: Tagesschau

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


Weitere News zum Thema „Aktuelles“