20.09.2020

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (164)

  • Jugendämter nahmen 2019 rund 49 500 Kinder zu ihrem Schutz in Obhut
    Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2019 rund 49 500 vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, sogenannte Inobhutnahmen, durch. Das waren knapp 3 100 Fälle und somit 6 % weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltkindertag am 20. September mitteilt. Hintergrund dieser Entwicklung ist ein erneuter Rückgang von Schutzmaßnahmen nach unbegleiteter Einreise aus dem Ausland: Deren Zahl sank im Vergleich zum Vorjahr um 29 % auf gut 8 600 Inobhutnahmen. Währenddessen stieg die Zahl der Schutzmaßnahmen aus anderen Gründen um 1 % auf rund 40 900 Fälle an. Langfristig setzt sich damit ein weiterer Trend fort: In den letzten zehn Jahren sind die Inobhutnahmen aus anderen Gründen mit leichten Schwankungen um 30 % angestiegen – von rund 31 500 Fällen im Jahr 2009.

  • WeltRisikoBericht 2020
    "Weltweit sind derzeit fast 80 Millionen Menschen auf der Flucht – Tendenz steigend. Vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie beleuchtet der neue WeltRisikoBericht 2020 den Zusammenhang zwischen Katastrophenrisiko, Flucht und Migration. Zudem enthält der Bericht den WeltRisikoIndex 2020, der für 181 Länder das Risiko angibt, dass dort ein extremes Naturereignis zu einer Katastrophe führt. Der WeltRisikoIndex wurde gemeinsam mit dem Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS) entwickelt und wird seit 2011 jährlich herausgegeben. Seit 2018 wird der Index vom Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum (IFHV) berechnet."

  • Menschen in Wohnungsnot: Jünger, weiblicher, internationaler – und mit Kind
    Zum bevorstehenden „Tag der Wohnungslosen“ stellt die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAG-W), der Dachverband der Dienste und Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfen in Deutschland, ihren aktuellsten Jahresbericht zur Lebenslage wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Menschen vor. Die Basis der statistischen Auswertung bildet die jährliche Erhebung der Daten von Klientinnen und Klienten aus verbandlichen Diensten und Einrichtungen der Hilfen in Wohnungsnotfällen. Insgesamt 194 Stellen – und damit so viele wie nie zuvor – übermittelten für das aktuellste Berichtsjahr 2018 über 44.000 anonymisierte Falldaten. 55 Variablen umfasst das dem Bericht zugrundeliegende Dokumentationssystem zur Wohnungslosigkeit (DzW). Dieser Datenumfang erlaubt somit nicht nur zuverlässige Aussagen zu soziodemographischen Zusammensetzungen wie Alter, Geschlecht oder Bildungsstand von Hilfesuchenden, sondern auch differenzierte Rückschlüsse auf deren Lebenslagen. Die BAG-W kann zudem auf Erhebungsdaten aus den letzten 30 Jahren zurückgreifen. Daher werden viele der Angaben als Zeitreihe ausgewertet, womit sich sowohl der Ist-Zustand für das Berichtsjahr als auch zeitliche Entwicklungen abbilden lassen.

  • Aktueller Newsletter des Europäischen Netzwerks Kriminalprävention
    Der aktuelle Newsletter des Europäischen Netzwerks Kriminalprävention (European Crime Prevention Network - EUCPN) informiert u.a. über folgende Themen: (1) Preventing physical attacks (2) #EUFocusDay (3) Family-based organized crime in the Netherlands (4) The administrative approach in the European Union.

  • Lohnspreizung: Abstand zwischen Gering- und Besserverdienenden nimmt ab
    Der Verdienstabstand zwischen Gering- und Besserverdienenden hat sich zwischen 2014 und 2018 leicht verringert. Nachdem das Statistische Bundesamt (Destatis) im Jahr 2014 einen Stopp der sogenannten Lohnspreizung berichtet hatte, zeigen die Ergebnisse der Verdienststrukturhebung 2018 erstmals eine Tendenz zur Lohnangleichung zwischen Gering- und Besserverdienenden: 2018 erzielten Besserverdienende das 3,27-Fache des Bruttostundenverdiensts von Geringverdienenden, während es 2014 noch das 3,48-Fache gewesen war.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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