19.10.2019

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (117)

  • Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK)
    Online-Dating: Wie aus einem Flirt kein Frust wird. Ob über die Dating-App oder in den sozialen Medien, wer auf der Suche ist, der findet über diese Wege schnell und unkompliziert interessante Menschen. Doch nicht jeder ist im realen Leben so, wie es beim ersten Blick ins Online-Profil scheint. Deswegen gilt auch bei einem Treffen mit dem Online-Date: Sicherheit geht vor! Nicht jedes Online-Profil ist echt. Doch es wird nicht nur beim Alter und dem Aussehen geschummelt. Es gibt auch Kriminelle, die sich auf diesen Bereich spezialisiert haben. Diese erstellen Fake-Profile zu erfundenen Persönlichkeiten. Relativ häufig schaffen es Romance Scammer so ihre Opfer um den Finger zu wickeln und eine Beziehung vorzutäuschen, um an das Geld der Opfer zu gelangen. Ein weiterer Trick der Täter ist, sich auf eine Beziehung einzulassen, dann kompromittierendes Bild- und Videomaterial von der angeblichen Freundin oder dem Freund zu sammeln und das Opfer mit diesen Materialen um Geld zu erpressen.

  • Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV)
    Bundesweite Informationskampagne „Wir sind Rechtsstaat“. Das BMJV hat am 20.09.2019 eine bundesweite Kampagne zur Stärkung des Rechtsstaats gestartet. Ziel soll es sein, den deutschen Rechtsstaat für die Bevölkerung greifbarer und verständlicher zu machen. Dabei soll die Bedeutung des demokratischen Rechtsstaats stärker ins Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit rücken. Im Zentrum der Informationskampagne stehen die Grundrechte, die allen Bürger*innen garantiert wird. Alle Kampagneninhalte sind auf einer speziellen Website des BMJV zu finden und werden dort nach und nach durch weitere Themen und Inhalte ergänzt.

  • Terre des Femmes (www)
    Neue Dunkelzifferstatistik zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland. Am 10.10.2019 wurde die jährliche Dunkelzifferstatistik zu weiblicher Genitalverstümmelung in Deutschland veröffentlicht. Diese verzeichnet einen Anstieg der von weiblicher Genitalverstümmelung betroffenen Frauen und Mädchen von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 70.218 in Deutschland. Zudem sind mehr als 17.600 Mädchen gefährdet, beschnitten zu werden. TERRE DES FEMMES klärt bereits seit seiner Gründung über weibliche Genitalverstümmelung auf. 

  • Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
    Weniger Übergewicht stärkt Wirtschaft und Gesellschaft. In den kommenden dreißig Jahren werden über 90 Millionen Menschen in den OECD-Ländern an Krankheiten sterben, die auf starkes Übergewicht zurückgehen. Übergewicht wird im gleichen Zeitraum die Lebenserwartung um fast drei Jahre reduzieren. Dies ist das Ergebnis einer neuen OECD Studie. Der Studie „The Heavy Burden of Obesity – The Economics of Prevention zufolge ist in 34 der 36 OECD-Länder mehr als jeder Zweite übergewichtig und fast jeder Vierte krankhaft übergewichtig (adipös). Zwischen 2010 und 2016 ist der Anteil der adipösen Erwachsenen in den OECD-Ländern von 21 auf 24 Prozent gestiegen – ein Zuwachs von 50 Millionen. In Deutschland ist knapp jeder vierte Erwachsene adipös, in Österreich und der Schweiz etwa jeder fünfte Erwachsene. Der Trend zu starkem Übergewicht zeigt sich auch bei Kindern – und er trifft sie besonders hart. Übergewichtige Kinder schneiden statistisch in der Schule schlechter ab, haben höhere Fehlzeiten und geringere Chancen auf einen höheren Bildungsabschluss. Auch zeigen sie eine geringere Lebenszufriedenheit und werden bis zu drei Mal häufiger gemobbt als nicht übergewichtige Gleichaltrige, was möglicherweise zu ihrer schlechteren Schulleistung beiträgt. In Deutschland werden adipöse Mädchen fast vier Mal häufiger zu Mobbingopfern, Jungen bis zu drei Mal häufiger. Damit kommt Mobbing aufgrund von starkem Übergewicht bei Kindern in Deutschland überdurchschnittlich häufig vor.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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