27.12.2021

Ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen von Cybergrooming betroffen

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  • Ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen von Cybergrooming betroffen
    Die Landesanstalt für Medien NRW hat am 16.12.2021 repräsentative Zahlen zur Erfahrung von Kindern zwischen 8 und 18 Jahren mit sexualisierter Ansprache im Netz veröffentlicht. Die Zahlen sind erschreckend. Fast ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen (24 %) wurde bereits im Netz von Erwachsenen zu einer Verabredung aufgefordert (8-9 J.: 9 %, 10-12 J.: 14 %, 13-15 J.: 25 %, 16-18 J.: 37 %). Jedes sechste Kind bzw. jeder sechste Jugendliche (16 %) gibt an, dass ihm bereits von einem erwachsenen Onlinekontakt eine Gegenleistung für ein Video oder Foto versprochen wurde. Jedes siebte Kind bzw. jede siebte Jugendliche (14 %) wurde aufgefordert, sich für einen Erwachsenen vor der Webcam auszuziehen oder die Kamera seines Smartphones anzuschalten. 15 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen geben außerdem an, ungefragt Nacktbilder zugesandt bekommen zu haben – und das sind nur einige der Szenarien, die in der Befragung beschrieben und abgefragt wurden.

  • Steigende Zahl Wohnungsloser im Wohnungslosensektor
    Die Jahresgesamtzahl wohnungsloser Menschen im Wohnungslosensektor ist nach Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) von 237.000 Menschen im Jahr 2018 auf 256.000 im Jahr 2020 gestiegen, das ist ein Gesamtanstieg von 8 Prozent. Im Einzelnen: Im Vergleich der Jahre 2018 zu 2019 steigt die Jahresgesamtzahl um 9,3 Prozent (ein Plus von 22.000). Von 2019 zu 2020 wird ein leichter Rückgang um 1,5 Prozent (ein Minus von 4.000) geschätzt. Die Stichtagszahl Wohnungsloser im Wohnungslosensektor steigt nach dieser Schätzung von 140.000 Menschen im Jahr 2018 auf 158.000 in 2020, das ist ein Gesamtanstieg um knapp 13 Prozent. Im Einzelnen: Am Stichtag 30.06.2019 steigt die Zahl im Vergleich zum Stichtag 30.06.2018 um knapp 8 Prozent (ein Plus von 11.000). Von 2019 nach 2020 steigt sie erneut um 4,6 Prozent (ein Plus von 7.000). 

  • 4 % weniger rechtskräftige Verurteilungen in 2020
    Im Jahr 2020 wurden rund 699 300 Personen rechtskräftig von deutschen Gerichten verurteilt. Wie das Statistische Bundes­amt (Destatis) weiter mitteilt, waren das rund 29 600 beziehungsweise 4,1 % Verurteilte weniger als im Vorjahr. Bei weiteren rund 153 300 Personen endete das Strafverfahren im Jahr 2020 nicht mit einer rechts­kräftigen Verurteilung, sondern einer anderen gerichtlichen Entscheidung, zum Beispiel Freispruch oder Verfahrenseinstellung.

  • Erster Bericht zur Bundesstiftung Frühe Hilfen 
    Der erste wissenschaftliche Bericht zur Bundesstiftung Frühe Hilfen beschreibt umfassend und detailliert den Ausbaustand der Frühen Hilfen in den Jahren 2018 bis Ende 2020 mit dem Schwerpunktthema Qualitätsentwicklung in den Frühen Hilfen. Er blickt auch auf die besonderen Herausforderungen und Auswirkungen der Corona-Pandemie.
     

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