15.12.2019

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (128)

  • Deutsches Institut für Menschenrechte (DIMR)
    Neues Handbuch "Maßstab Menschenrechte": Bildungspraxis für die Themen Flucht, Asyl und rassistische Diskriminierung. Das Handbuch führt in die genannten Themen ein beziehungsweise beleuchtet einen spezifischen Aspekt und führt unterschiedliche Sichtweisen und Expertisen zusammen. Es enthält längere und kürzere Texte, aufgezeichnete Gespräche beziehungsweise schriftlich geführte Interviews und auch Zeichnungen; dabei finden Erfahrungsberichte genauso ihren Platz wie wissenschaftliche Beiträge.

  • Landespräventionsrat Sachsen-Anhalt (LPR-ST)
    Zu seinem 20-jährigen Jubiläum hat der Landespräventionsrat Sachsen-Anhalt eine Broschüre veröffentlicht, die umfassend über die bisherige Präventionsarbeit des Landes informiert. Weitergehende Informationen über aktuelle Arbeitsschwerpunkte enthält der LPR-Newsletter 12/2019.

  • Statistisches Bundesamt (DESTATIS)
    Lebenslagenbefragung 2019: 83 % der Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen mit Behörden zufrieden. Noch etwas besser als in den Großstädten schneiden die Ämter in den ländlichen Regionen ab. Im Vergleich zur Großstadt sind die Bürgerinnen und Bürger auf dem Land zufriedener mit den Verfahrensdauern und Wartezeiten, und sie bescheinigen den Behörden eine gute Erreichbarkeit. In der seit 2015 alle zwei Jahre durchgeführten "Lebenslagenbefragung" bewerten Bürgerinnen und Bürger auf einer fünfstufigen Skala von -2 (sehr unzufrieden) bis +2 (sehr zufrieden) ihre Erfahrungen mit Behördenkontakten in unterschiedlichen Lebenslagen. Beispiele für Lebenslagen sind die Geburt eines Kindes, der Umzug oder die Arbeitslosigkeit. Über alle Lebenslagen hinweg liegt die Gesamtzufriedenheit im Jahr 2019 bei 1,2. Damit hat sich die öffentliche Verwaltung leicht verbessert. In den Jahren 2015 und 2017 lag die Gesamtzufriedenheit jeweils bei 1,1. Ein Blick in die einzelnen Lebenslagen zeigt, dass die Zufriedenheit mit den jeweiligen Behörden variiert. So erhält die Beantragung von Ausweisdokumenten mit einer Bewertung von 1,6 den höchsten Zufriedenheitswert. Weitaus weniger zufrieden sind die Bürgerinnen und Bürger mit den Behördenkontakten bei finanziellen Problemen, etwa bei geringem Einkommen oder Überschuldung. In dieser Lebenslage liegt die durchschnittliche Zufriedenheit bei 0,7. Insgesamt betrachtet sind die Bürgerinnen und Bürger auf dem Land mit einem Wert von 1,2 etwas zufriedener mit „ihren“ Behörden als in den Großstädten, wo die Behörden lediglich eine Gesamtzufriedenheit von 1,1 erreichen.

  • Phineo (www)
    Der 19. PHINEO-Themenreport "Zusammen stark sein" beschäftigt sich mit der aktuellen Diskussion um den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land. Er beleuchtet mögliche Ursachen und gibt Empfehlungen zur Stärkung des Zusammenhalts unserer Gesellschaft. Soziale Ungleichheit gilt als eine der größten Gefährdungen des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sie schwächt das Zusammengehörigkeitsgefühl, mindert das Vertrauen der Menschen und Gruppen untereinander und verhindert den Aufbau von Netzwerken.

    Gesellschaftlicher Zusammenhalt bezeichnet die Summe aller sozialen Bindungen der Mitglieder einer Gesellschaft. Insgesamt gibt es drei verschiedene Arten sozialer Bindungen:

    • Bonding: Enge soziale Beziehungen zwischen Menschen mit vielen Gemeinsamkeiten. Diese starken und belastbaren Bindungen stiften Identität und geben Halt.

    • Bridging: Bindungen zwischen Menschen oder Gruppen mit unterschiedlichen Merkmalen. Diese Beziehungen ermöglichen den Dialog und den Austausch unterschiedlicher persönlicher Erfahrungen, Meinungen und Kompetenzen.

    • Linking: Beziehungen zwischen Bevölkerung und übergeordneten Institutionen oder deren Repräsentant*innen (z.B. Regierung, Behörden, Schulen). Diese Bindungen fördern die Teilhabe an demokratischen Prozessen und geben die Möglichkeit zur aktiven Gestaltung der eigenen Lebenswelt.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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