10.09.2020

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (161)

  • Berliner Präventionstag in 2020 als Online-Konferenz
    Unter dem Leitthema „Digital Prevention – Gegen Hass und Gewalt im Netz“ findet am 25. 09.2020 der (erstmalige) digitale Berliner Präventionstag statt. Veranstalter ist die Landeskommission Berlin gegen Gewalt.
    Programm und Anmeldung

  • So läuft der erste deutschlandweite Warntag ab
    Am 10.09.2020 findet der erste bundesweite Warntag seit der Wiedervereinigung statt. An diesem Tag werden sich in ganz Deutschland zeitgleich Warn-Apps bei ihren Nutzerinnen und Nutzern melden, Sirenen heulen, Rundfunkanstalten ihre Sendungen unterbrechen und Probewarnungen auf digitalen Werbetafeln erscheinen. Die wichtigsten Fragen und Antworten hat die Bundesregierung in einem Newsletter zusammengefasst.

  • Kinderschutz: Jugendämter melden erneut 10 % mehr Kindeswohlgefährdungen
    Die Jugendämter in Deutschland haben im Jahr 2019 bei rund 55 500 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 10 % oder rund 5 100 Fälle mehr als 2018. Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen ist damit das zweite Jahr in Folge um 10 % auf einen neuen Höchststand angestiegen. Ein Grund für den Anstieg könnte die umfangreiche Berichterstattung über Missbrauchsfälle in den vergangenen beiden Jahren sein, die zu einer weiteren generellen Sensibilisierung der Öffentlichkeit sowie der Behörden geführt haben dürfte. Gleichzeitig können auch die tatsächlichen Fallzahlen gestiegen sein. Bundesweit hatten die Jugendämter 2019 über 173 000 Verdachtsfälle im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung geprüft, das waren rund 15 800 mehr als im Vorjahr. 

  • Opfer von vorsätzlichen Delikten: Zahl der getöteten Kinder stark gesunken
    "In Solingen haben am Wochenende Nachbarn mit einer Schweigeminute und einer Lichterkette der getöteten Kinder gedacht. Eine 27-Jährige steht unter Verdacht, fünf ihrer sechs Kinder umgebracht zu haben. Die Tat erschüttert nicht nur Nordrhein-Westfalen, sondern sorgt bundesweit für großes Aufsehen. Forscherinnen und Forscher warnen allerdings, dass durch eine sehr große Aufmerksamkeit für einzelne Taten "schnell der Eindruck" entstehen könnte, dass es sich bei Tötungsdelikten an Kindern um ein quantitativ ansteigendes Phänomen handele. Bundesweit geht die Zahl der Kinder, die Opfer eines vorsätzlichen vollendeten Tötungsdelikts werden, aber seit Jahren zurück. Das zeigt unter anderem die Polizeiliche Kriminalstatistik: Während es im Jahr 1995 insgesamt noch 172 Opfer von vollendeten vorsätzlichen Tötungsdelikten im Alter von null bis 14 Jahren gegeben hatte, ist die Zahl seitdem kontinuierlich gesunken. Bei der Körperverletzung mit Todesfolge sogar von 49 auf vier Fälle." Quelle: Tagesschau/Faktenfinder

  • Videobotschaft zum Welttag der Suizidprävention
    "Am 10. September wird weltweit jährlich der Welttag der Suizidprävention begangen. Das Nationale Suizidpräventionsprogramm (NaSPro), die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) und die Deutsche Akademie für Suizidprävention DASP e.V. stellen dazu eine Videobotschaft bereit. Themen sind dabei die Suizidstatistik für Deutschland, Auswirkungen der COVID-19 Pandemie und die Debatte um den assisitierten Suizid." (TF)

     

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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