17.12.2020

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention (184)

  • Erster Frauengesundheitsbericht des Robert-Koch-Instituts
    Frauen verhalten sich oftmals gesundheitsbewusster als Männer und ernähren sich ausgewogener. Dafür sind sie körperlich weniger aktiv, nehmen beispielsweise seltener das Fahrrad für den Weg zur Arbeit und treiben in der Freizeit weniger Sport. In Gesundheitsberufen sind mehr Frauen als Männer beschäftigt, trotzdem sind sie in Führungspositionen unterrepräsentiert. Das geht aus dem am 09.12.2020 durch das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Frauengesundheitsbericht hervor. Der Gesundheitsbericht informiert umfassend zum Gesundheitszustand, zum Gesundheitsverhalten und zur Gesundheitsversorgung von Frauen in Deutschland. Berichtet wird über Frauen aller Altersgruppen, ein Kapitel widmet sich der Gesundheit von Mädchen. Mehrere Fokuskapitel greifen besondere Lebenslagen von Frauen auf. Dort wird beispielsweise darauf hingewiesen, dass der Frauenanteil unter den pflegenden Angehörigen im Erwerbsalter höher ist als im Rentenalter. Frauen und Mädchen mit Behinderungen sind deutlich häufiger von Gewalt betroffen und erleben zwei- bis dreimal so oft sexuelle Übergriffe wie Frauen und Mädchen ohne Behinderungen.

  • Deutscher Jugendhilfetag 2021: Leitpapier „Wir gemeinsam machen Zukunft – Jetzt!“
    Im Mai 2021 findet der 17. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) statt – analog in Essen und digital. Im Vorfeld dieser Jugendgipfel gibt ein Leitpapier den jugendpolitischen Diskurs vor und setzt Leitplanken für den DJHT. So auch dieses Mal. Das vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) beschlossene Papier greift die Herausforderungen für unser gesellschaftliches Zusammenleben auf. Ausgangspunkt des Papieres ist der Appell von jungen Menschen an Politik und Zivilgesellschaft, bereits in der Gegenwart im Sinne der heutigen Jugend und zukünftiger Generationen tätig zu werden und die Verantwortung für deren Aufwachsen ernst zu nehmen. Das Leitpapier eröffnet zwei Perspektiven: zum einen die der Kinder- und Jugendhilfe und zum anderen die der jungen Menschen. Es beschreibt, was junge Menschen ausmacht, aber auch vor welchen Herausforderungen sie stehen und welche Kritik sie an den bestehenden Verhältnissen äußern. Die AGJ ist auch Veranstalter des DJHT.

  • 4. Deutscher Kinder- und Jugendsportbericht
    "Der „4. Deutsche Kinder- und Jugendsportbericht: Kinder- und Jugendsport - Gesundheit, Leistung und Gesellschaft“ wurde veröffentlicht. In diesem Bericht werden u.a. Handlungsempfehlungen für Politik, Verbände, Vereine und Schulen gegeben. Seit 2003 wird im Kinder- und Jugendsportbericht über aktuelle Themen des Kinder- und Jugendsports berichtet. In der 4. Ausgabe des Berichts wird der Schwerpunkt auf Gesundheit, Leistung und Gesellschaft gelegt. Folgende drei Leitgedanken werden betrachtet: (1) Sport und Bewegung werden im Kindes- und Jugendalter zunehmend gesundheitsrelevant. (2) Die Bedeutung von Leistung als eigentliches Kernelement des Kinder- und Jugendsports verschiebt sich zunehmend und die Leistungsorientierung nimmt an.
    (3) Im Bericht wird zudem Fragen zum Zusammenhang von sozialer Schicht und Sportlichkeit, zum Einfluss von Digitalisierung auf das Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen und zu Körpernormen nachgegangen. (4) Die neuere Sportentwicklung wirft grundsätzliche Fragen nach dem gesellschaftlichen Wert des Sports auf, die sich bereits im Kinder- und Jugendsport manifestieren." Quelle: bvpg

  • Globaler Militarisierungsindex 2020
    Bonner Instituts für Friedens- und Konfliktforschung (BICC) hat am 03.12.2020 seinen aktuellen Global Militarization Index (GMI) veröffentlicht, der jedes Jahr das relative Gewicht und die Bedeutung des Militärapparats eines Landes im Verhältnis zu seiner Gesellschaft insgesamt zeigt. Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie liegt der diesjährige Schwerpunkt auf der Verbindung zwischen Militarisierung und Gesundheitssicherheit. Im diesjährigen GMI-Ranking sind Israel, Armenien, Oman, Bahrain, Singapur, Saudi-Arabien, Brunei, Russland, Kuwait und Jordanien die zehn Länder, die dem Militär in Bezug auf andere Bereiche der Gesellschaft besonders große Ressourcen zur Verfügung gestellt haben. Ein Blick auf die Top 10 zeigt, dass alle Länder im Nahen Osten im globalen Vergleich stark militarisiert sind - sechs Länder stammen aus dieser Region.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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