24.05.2020

Prävention in der digitalen Welt (11)

  • DPT-Gutachten "Smart Prevention - Prävention in der digitalen Welt"
    Für das digitale Gutachten des 25. Deutschen Präventionstages am 28. und 29. September 2020 befragte der DPT 17 Expertinnen und Experten zu ihrer Meinung zur digitalen Kriminalität und digitalen Kriminalprävention. Die Fachleute stammen aus sechs Fachdisziplinen: Informatik, Kriminologie, Rechtswissenschaften, Psychologie, Geisteswissenschaften und Pädagogik. Herausgekommen sind 68 kurze YouTube-Videos, die auf aktuelle Herausforderungen, Chancen und Entwicklungen eingehen. Die Filme sind zusammen mit Hintergrundinformationen in die interaktive Microsite smart-prevention.de eingebunden, die seit dem 27.04.2020 online ist. Der Kongress wurde wegen der Corona-Pandemie von April auf Ende September verschoben. Alle Videos stehen auch direkt als Playlist im DPT-Youtube-Kanal zur Verfügung.
  • Aus der Krise lernen: Digitale Zivilgesellschaft stärken!
    Als Zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen haben am 01.05.2020 einen gemeinsamen Aufruf für eine starke digitale Zivilgesellschaft veröffentlicht und fordert „Der Aufbau eines gemeinwohlorientierten digitalen Ökosystems muss endlich politische Priorität bekommen!“. In Krisensituationen zeigt sich die Bedeutung von unabhängigen und belastbaren digitalen Infrastrukturen, die es Menschen, Organisationen und Firmen ermöglichen, ihren alltäglichen Aufgaben nachzukommen. Von den Umstellungen zur Eindämmung von Covid-19 haben bislang vor allem die großen Technologiekonzerne profitiert: Die Verlagerung des Lebens in die digitale Sphäre beschert ihnen größere Marktanteile, Nutzungszahlen und Datensammlungen. Um in Krisenzeiten nicht von ihnen abhängig zu sein, braucht es ein aktives digitales Ökosystem, das echte Wahlmöglichkeiten bietet.

  • Corona-Krise macht deutsche Digitalisierungsdefizite sichtbar
    Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) optimistisch: Aktuelle Einschränkungen können der Digitalisierung in Deutschland einen Schub geben. Die Corona-Krise macht deutlich, wo Deutschland Defizite bei der Digitalisierung aufweist. Die Defizite betreffen weite Teile der Wirtschaft, der staatlichen Verwaltung und der Hochschulen. Die Potenziale der Digitalisierung im Umgang mit der Krise und zur Abfederung ihrer Folgen werden hierzulande nicht ausgeschöpft. Dies wäre aber nötig, um zahlreiche Produktions-, Dienstleistungs- und Bildungsprozesse trotz der virusbedingten physischen Distanzierung effektiv ausführen zu können. Auch jetzt noch werden viele Tätigkeiten unter hohem Risiko wie gewohnt erledigt oder unterbleiben ganz, mit allen negativen wirtschaftlichen Konsequenzen. Bereits am 19.02.2020 hat die EFI ihr Jahresgutachten 2020 veröffentlicht.
  • BSI veröffentlicht Studie zur Sicherheit von Blockchain-Anwendungen
    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat im Rahmen einer Marktanalyse rund 300 Blockchain-Anwendungen bewerten lassen. Auftragnehmer der Studie war das Forschungszentrum Informatik (FZI) in Karlsruhe. Wie das am 29. April 2020 veröffentlichte Papier zeigt, haben nur knapp 20 Prozent der untersuchten Anwendungen einen hohen oder sehr hohen Reifegrad erreicht. Obwohl Sicherheit das Hauptverkaufsargument der meisten Blockchain-Angebote ist, veröffentlichten die Hersteller nur in wenigen Einzelfällen Ergebnisse unabhängiger Sicherheitsuntersuchungen. Formale Sicherheitsnachweise existieren häufig nur für die eingesetzten kryptographischen Bausteine wie Verschlüsselungsverfahren oder Signaturfunktionen, auch wenn die Hersteller weit darüber hinaus gehende Sicherheitseigenschaften versprechen. Abschlussbericht der Studie.

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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