Beurteilung von Radikalisierungsrisiken bei Jugendlichen

Prof. Dr. Andreas Beelmann
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Thomas Müller
Landespräventionsrat Niedersachsen / Nds. Justizministerium

Das niedersächsischen Landesprogramm für Demokratie und Menschenrechte fördert die Entwicklung und Verbreitung von wirkungszentrierten Maßnahmen zur Prävention von Radikalisierungsprozessen. In diesem Rahmen hat die Friedrich-Schiller-Universität Jena in Kooperation mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen und mit Unterstützung der Universität Hildesheim ein neues Instrument zur Analyse und Auswertung von Radikalisierungsrisiken entwickelt. Es misst die Ausprägung der vier Proximalfaktoren Identitätsprobleme, Vorurteilsstrukturen, Dissozialität und extremistische Ideologie nach dem entwicklungsorientierten Radikalisierungsmodell von Beelmann et al. (2021). Mit dem neuen Messinstrument können Kommunen ihren Präventionsbedarf einschätzen, die Umsetzung steuern und die Wirksamkeit der eigenen Maßnahmen überprüfen. Es wurde im Rahmen der niedersächsischen CTC (Communities that Care) - Schülerbefragung 2021/2022 erprobt. Im Beitrag werden das Messinstrument sowie erste Auswertungen und Praxiserfahrungen vorgestellt.

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