Vulnerable Gruppen und Bewältigung von Anschlagslagen

Andreas Arnold
Deutsche Hochschule der Polizei
Danielle Carbon
Deutsche Hochschule der Polizei
Prof. Dr. Thomas Görgen
Deutsche Hochschule der Polizei

Terroristische Anschläge mit chemischen, biologischen, radiologischen, nuklearen und explosiven (CBRNE) Agenzien gehören zu den großen Bedrohungen, denen Staat und Gesellschaft sich gegenübersehen. Neben der Verhinderung von Anschlägen durch präventive und repressive Maßnahmen kommt dem Schutz der Bevölkerung im Anschlagsfall größte Bedeutung zu. Einsatzakteure sind dabei mit sehr heterogenen Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Verstehens- und Handlungsmöglichkeiten konfrontiert, die – so z.B. Menschen mit Behinderungen, Hochaltrige, Kinder oder Schwangere – in Bezug auf die Bedrohung als besonders vulnerabel zu betrachten sind.

Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts PROACTIVE wird untersucht, inwieweit Einsatzakteure auf die Bedürfnisse besonders vulnerabler Personengruppen ein- und ausgerichtet sind. Eine Fragebogenerhebung und eine Interviewstudie mit Einsatzakteuren in einer Vielzahl europäischer Länder zeigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede im europäischen CBRNE-Einsatzmanagement mit Blick auf die Berücksichtigung besonderer Vulnerabilitäten. Komplementiert werden die Erkenntnisse durch Ergebnisse einer Befragung von Vertretern europäischer zivilgesellschaftlicher Organisationen. Die Studien weisen auf Lücken im derzeitigen CBRNE-Einsatzmanagement hin, in dem Bedürfnisse vulnerabler Personen nur unzureichend Berücksichtigung finden.
Projektspot im Rahmen des 26. Deutschen Präventionstages

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