Möglichkeiten der Kriminalprävention im Bereich des Extremismus

Prof. Dr. Helmut Fünfsinn
Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main

Um die Möglichkeiten der Kriminalprävention zur Eindämmung bzw. Veränderung extremistischer (Gewalt-) Handlungen genauer beschreiben zu können, ist zuerst ein Blick auf die Grundlagen der gesamtgesellschaftlichen Kriminalprävention zu richten. Die sich aus der Betrachtung ergebenden konkreten Handlungsmöglichkeiten können deutlich machen, welche bereichsspezifischen Tätigkeiten im Ansatz erfolgversprechend erscheinen und natürlich auch wo die gesamtgesellschaftliche Kriminalprävention an ihre Grenzen stößt.

Konkrete Ansätze der gesamtgesellschaftlichen Kriminalprävention liegen vor allem in lokalen Maßnahmen, die bürgerbeteiligend und ressortübergreifend angelegt sind. Dies gilt vor allem für primärpräventive Möglichkeiten, die u.a. die Integration durch Partizipation und ein interkulturelles Miteinander im Auge haben. Daneben gilt es die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur konkreten Bekämpfung von Hasskriminalität aufzugreifen und auf integrative und pädagogische gewaltminimierende Ebenen Konzepte zu setzen, die eine frühzeitige Intervention einschließen.
Auch die Möglichkeiten der (Tertiär-) Prävention sind zu beleuchten. Insbesondere Konzeptionen von Ausstiegshilfen im Bereich des Rechtsextremismus sollen exemplarisch dargestellt und einer Bewertung unterzogen werden.

Zitation

When citing this document please refer to the following:https://www.praeventionstag.de/dokumentation.cms/2340

Copyright notice:

For documents that are offered electronically the copyright law applies.
In particular:
Single copies or print-outs must only made for private use (§53). The reproduction and distribution is only allowed with the approval of the author. The user is responsible for following these laws and can be held liable for any abuse.