CCI-Prävinare

Dienstag, 30. Juni 2020, 16 bis 17 Uhr
Thema: Cutting Crime Impact: Theorien der Kriminalprävention im Praxistest
(Praxisorientierte Innovationen der Kriminalprävention zur Eindämmung von Alltagskriminalität und Stärkung des Sicherheitsgefühls)

Referierende: Dr. Anke Schröder und Maximilian Querbach (LKA Niedersachsen)

Aufzeichnung des Prävinares auf Youtube

Wie kann theoretisches Wissen für die Praxis nutzbar gemacht werden und wie kommuniziert die Praxis Anforderungen an wissenschaftliche Fragestellungen? An dieser Schnittstelle arbeitet die kriminologische Forschungsstelle des LKA Niedersachsen im EU- geförderte Projekt Cutting Crime Impact. Mit einem „human-oriented design-thinking Ansatz“ werden Bedarfe aus der Polizei mit Theorien der Kriminalprävention im Praxistest verbunden. Untersuchungsgegenstand des LKA ist der Einsatz von Predictive Policing und die Frage danach, wie das Sicherheitsempfinden der Bevölkerung von der Polizei adressiert werden kann.

 

Dr. Ing. Anke Schröder ist verantwortlich für das Kompetenzzentrum Urbane Sicherheit in der Kriminologischen Forschung und Statistik des LKA Niedersachsen. Die promovierte Architektursoziologin forscht anwendungsorientiert und erstellt Arbeitshilfen und Ratgeber für die Praxis rund um die urbane Sicherheit.

   
Maximilian Querbach ist studierter Soziologe und Kriminologe und seit 2019 als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Landeskriminalamt Niedersachsen verantwortlich für die Erarbeitung kriminalpräventiver Ansätze im Bereich des Predictive Policing und der Konzeption von Maßnahmen zur Verminderung von Alltagskriminalität sowie der Stärkung des öffentlichen Sicherheitsgefühls im  EU-Projekt „Cutting Crime Impact“.

Dienstag, 9. Juni 2020, 16 bis 17 Uhr
Thema: Big Data zur COVID-19 Prävention  sinnvoll oder problematisch?
Referenten: Dr. Oskar J. Gstrein / Dr. Sebastian J. Golla

Aufzeichnung des Prävinares auf Youtube

In Zeiten einer Pandemie sind Daten essenziell. Ihre Verwendung macht es möglich, komplexe Zusammenhänge zu verstehen, sie zu kontrollieren und sich auf Ereignisse in der Zukunft vorzubereiten. Allerdings hat die Sammlung, Auswertung und Speicherung großer Datenmengen auch ihren Preis. Zunächst werden individuelle und kollektive Autonomie stark eingeschränkt. Längerfristig stellt sich die Frage nach Schutzmechanismen, welche den Missbrauch jener Systeme und Apps verhindern, die gegenwärtig hastig entwickelt und implementiert werden. Ist die Verwendung von Big Data zur COVID-19 Prävention vor diesem Hintergrund sinnvoll? Wie kann diese gelingen?

Dr. Oskar J. Gstrein ist Assistenzprofessor am Campus Fryslân der Universität Groningen in den Niederlanden. Er hat Jura und Philisophie in Innsbruck studiert und am Europa-Institut in Saarbrücken zum Thema Das Recht auf Vergessenwerden als Menschenrecht promoviert. Seine Forschung ist dem Thema Menschenwürde im digitalen Zeitalter gewidmet.
Dr. Sebastian J. Golla, geboren 1988 in Bonn, studierte Rechtswissenschaften in Münster und Santiago de Chile. 2015 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin im Strafrecht zu dem Thema Die Straf- und Bußgeldtatbestände der Datenschutzgesetze. Von 2012 bis 2015 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit November 2016 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Dr. Matthias Bäcker an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seine Forschungsinteressen liegen unter anderem im Sicherheitsrecht, Informationsstrafrecht und Datenschutzrecht.