17.11.2021

Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung wird 25 Jahre

Aktuelles aus Arbeitsbereichen der Prävention No.245:
  • Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung wird 25 Jahre
    "In Krisenzeiten verstärken sich offene und unterschwellige gesellschaftliche Konflikte, die mit Abwertungen, Diskriminierungen und anderen Formen der Gewalt gegen Menschen einhergehen. Zugleich bringen Krisen und Konflikte neue Formen von Solidarität und sozialem Zusammenhalt hervor und tragen das Potenzial in sich, Gesellschaften nachhaltig und positiv zu verändern. Seit den 1990er Jahren erforschen Wissenschaftler*innen am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld, wie Diskriminierung, Extremismus und menschenfeindliche Orientierungen Konflikte und Gewalt in der Gesellschaft prägen."

  • Forschungsprojekt zu sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen durch Frauen
    Bei sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen wird in der Regel an männliche Täter gedacht. Frauen als Täterinnen sind hingegen ein gesellschaftliches Tabuthema. Wissenschaftler:innen des Instituts für Sexualforschung, Sexualmedizin und Forensische Psychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben in einem Forschungsprojekt sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen durch Frauen untersucht. Die in einem detaillierten Bericht zusammengefassten Ergebnisse zeigen, dass es Frauen mit einem sexuellen Interesse an Kindern und sexualisierte Gewalt durch Frauen gibt. Gefördert wurde das Projekt von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs (UKASK).

  • Negativrekordwert beim gesunden Lebensstil
    Bereits zum sechsten Mal haben die DKV Deutsche Krankenversicherung AG und die Deutsche Sporthochschule Köln das Gesundheits- und Bewegungsverhalten der Deutschen untersucht. Und die repräsentative Befragung "DKV-Report 2021" zeigt klar: Die Deutschen sind so behäbig wie nie seit der ersten Erhebung in 2010. Noch nie wurde so viel gesessen wie in diesem Jahr – mit durchschnittlich 8,5 Stunden pro Tag eine Stunde länger als noch im Jahr 2018. Besonders besorgniserregend: Vor allem die jungen Erwachsenen sitzen immer mehr, mittlerweile rund 10,5 Stunden pro Werktag, zumeist während der Arbeit oder am Computer (2018: 8 Stunden 41 Minuten).

  • Evaluierung der Strafvorschriften zur Bekämpfung des Menschenhandels
    Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) hat am 09.11.2021 einen neuen Forschungsbericht veröffentlicht: Evaluierung der Strafvorschriften zur Bekämpfung des Menschenhandels (§§ 232 bis 233a StGB). "Menschenhandel. Schon dieser Begriff lässt erkennen, dass ein Verhalten in Rede steht, das mit grundlegenden Vorstellungen unserer Rechtsordnung über den Menschen, der „stets Zweck an sich selbst“ bleiben muss (BVerfG NJW 1977, 1525, 1526), nicht übereinstimmt. Auch unter Anwendung des eingriffsintensiven Mittels Strafrecht bemüht sich der deutsche Gesetzgeber daher, dem „Handel mit Menschen“ Einhalt zu gebieten."

Ein Service des deutschen Präventionstages.
www.praeventionstag.de


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