Jugendstudie zu Radikalisierung – erste empirische Befunde

11. Juni 2018
45 Minuten (Dauer)
14:00 - 14:45 Uhr
Vortrag
Laura-Romina Goede
Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.
Dr. Nadine Jukschat
Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) e.V.
Carl Philipp Schröder
Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e.V.

Moderation: Thomas Müller
Landespräventionsrat Niedersachsen

Abstract:
Im Rahmen des 23. Deutschen Präventionstages 2018 sollen erste Ergebnisse einer quantitativen Befragung zum Ausmaß von Rechtsextremismus und Islamismus bei Schülerinnen und Schülern präsentiert werden. Auf der Grundlage dieser im Frühjahr 2018 stattfindenden Befragung in 9. Klassen an ausgewählten Standorten in Deutschland wird untersucht, welche unterschiedlichen Merkmale und Faktoren radikalisierungshemmend und -fördernd auf Jugendliche wirken können. Ziel der Untersuchung ist es, Erkenntnisse zu Radikalisierungsrisiken zu gewinnen, die sich sowohl auf politischen, wie auch religiös motivierten Extremismus beziehen und die Rolle des Internets in diesem Zusammenhang berücksichtigen. Durchgeführt wird die Studie im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Verbundprojektes „Radikalisierung im digitalen Zeitalter – Risiken, Verläufe und Strategien der Prävention (RadigZ)“. Das Verbundprojekt wird vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN) in Hannover koordiniert. In acht Teilvorhaben werden Radikalisierungsprozesse analysiert und im Anschluss die Erkenntnisse für die Prävention aufbereitet. Die quantitative Befragung zur Ermittlung des Gefahrenpotentials für Radikalisierung unter Schülerinnen und Schülern sowie der Identifikation besonders vulnerabler Gruppen wird in dem vom KFN geleiteten Teilvorhaben II durchgeführt.

Vita:
Dr. Nadine Jukschat ist Kulturwissenschaftlerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN). Sie leitet dort das Forschungsverbundprojekt „Radikalisierung im digitalen Zeitalter – Risiken, Verläufe und Strategien der Prävention“ (RadigZ). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Methoden rekonstruktiver Sozialforschung, Soziologie des Internets und Radikalisierungsforschung.
Laura-Romina Goede studierte Soziologie an der Universität Bielefeld und Internationale Kriminologie an der Universität Hamburg. Sie ist seit April 2017 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V (KFN) tätig und arbeitet dort im Forschungsverbundprojekt „Radikalisierung im digitalen Zeitalter – Risiken, Verläufe und Strategien der Prävention“ (RadigZ). Im Rahmen von RadigZ promoviert sie zum Thema „Radikalisierungsprozesse bei jungen Frauen“.
Carl Philipp Schröder arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter in dem vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. (KFN) durchgeführten Projekt „Radikalisierung im digitalen Zeitalter – Risiken, Verläufe und Strategien der Prävention“ (RadigZ). Er studierte Soziologie in Bielefeld mit den Schwerpunkten Gewalt- und Konfliktforschung sowie quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung.

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