Auswirkungen partnerschaftlicher Gewalt auf anwesende Kinder

M.A. Michael Laumer
Bayerisches Landeskriminalamt

Im Zentrum der Analyse stehen weniger die Opfer und Tatverdächtigen häuslicher Gewalt als vielmehr deren Kinder, die zwar nicht direkt von der Gewalt betroffen sind, diese aber bewusst wahrnehmen. Zunächst wird anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse verdeutlicht, wie sich die Wahrnehmung von Gewalt zwischen beiden Elternteilen bzw. den direkten Bezugspersonen dauerhaft auf die gesundheitliche Entwicklung von Kindern auswirken kann. Im weiteren Verlauf werden auf Basis polizeilicher Datenbestände die Analyseergebnisse zu Umfang und Ausprägung häuslicher Gewalt i. Z. m. anwesenden Kindern dargestellt. Bereits im Verlauf des Jahres 2020 wurden sowohl in den Medien als auch in Fachkreisen Befürchtungen laut, dass durch die pandemiebedingten Lockdown-Phasen und der damit in Verbindung stehenden Kontaktbeschränkungen und Heimquarantäne die Fallzahlen von partnerschaftlicher Gewalt ansteigen würden. Vor diesem Hintergrund wurden als Untersuchungszeiträume die Jahre 2019/2020 ausgewählt, um bei einer Gegenüberstellung bestimmter Datenfelder mögliche Lockdown-Effekte ermitteln zu können. Als Ergänzung zu den Hellfelddaten werden Experteninterviews zu häuslicher Gewalt im Kontext der Covid-19-Pandemie zusammengefasst präsentiert. Am Ende wird der Frage nachgegangen, durch welche unterschiedlichen Präventionsansätze die Situation von Opfern und Kindern nachhaltig verbessert werden kann.

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