Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention

Eike Bösing
Universität Vechta

Universität Vechta; IU Internationale Hochschule

Der Beitrag befasst sich mit der Frage, inwiefern Schüler*innen durch ein einjähriges Training auf Basis wöchentlicher Weiterbildungsbausteine für unterschiedliche Formen von Radikalisierung sensibilisiert werden können. Insbesondere während der Corona-Pandemie waren Kinder und Jugendliche oftmals ohne ein Korrektiv etwa durch die Schule dem medialen Einfluss religiös extremistischer Propaganda ausgesetzt.
Im Rahmen des anwendungsorientierten BMBF-Forschungsvorhabens „Distanz“ wird u.a. das Zertifikatsprogramm CHAMPS des HennaMond e.V. wissenschaftlich begleitet. Die Schüler*innen setzen sich hier wöchentlich mit den Bereichen Demokratiebildung, Gleichberechtigung, Wertebildung, Gewalt-, Salafismus- bzw. Extremismusprävention auseinander, um selbst im Sinne eines peer-to-peer Ansatzes Workshops an Schulen anleiten zu können.
Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt anhand eines systemischen Ansatzes. Unter Einbezug der relevanten Zielgruppen werden Kontext- und Umfeldbedingungen, theoretische Erkenntnisse sowie die Prozesse der Implementierung der Angebote miteinander verbunden.
Der Beitrag analysiert Ergebnisse der Befragungen der Teilnehmenden u.a. zur Motivation, den Erwartungen sowie Einstellungen zu den im Training angesprochenen Themen (Genderfragen, Demokratieansichten etc.) sowie der Fokusgruppeninterviews mit Mitarbeitenden und Trainer*innen des Vereins.
Demokratieförderung und Radikalisierungsprävention. Erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes CHAMPS

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