Breaking up a Bubble: Medienkompetenz und Deradikalisierung

Irina Jugl
Landeskriminalamt Baden-Württemberg

In Reaktion auf eine zunehmend komplexere Welt reagieren Menschen häufig mit Verunsicherung, Rückzug in Schwarz-Weiß-Denken sowie dem Festhalten an Verschwörungserzählungen. Filterblasen und Echokammern in sozialen Medien, die zur Vermittlung extremistischer Inhalte immer wichtiger werden, können diese Tendenzen verstärken. Zur Stärkung von Kompetenzen wie kritischem Denken, Ambiguitätstoleranz sowie Perspektivübernahme setzt das Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) ergänzend zu einem breiten Beratungsangebot in einem Feldversuch eine Nachrichtenapplikation für Smartphones ein. Dadurch soll den Klienten der Umgang mit Unsicherheiten erleichtert, Verschwörungsglauben stärker hinterfragt und mehr Sicherheit im Umgang mit (digitalen) Medien vermittelt werden.

Die Applikation bietet journalistische Artikel zu verschiedenen tagesaktuellen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Themen, um Sachverhalte unter verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Im Vortrag wird dargestellt, wie die App ausgerichtet an den Bedürfnissen der einzelnen Klienten adäquat eingesetzt, durch welche methodischen Elemente der Einsatz begleitet werden kann (z.B. Diskussionen oder kreative Interventionen) und welche Wirkmechanismen aus der Forschung abzuleiten sind. Darüber hinaus werden erste Erfahrungen mit dem Einsatz der App aus der Deradikalisierungspraxis präsentiert.

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