Rechtsextremismusprävention: Vom Spezial- zum Regelangebot

Frank König
Deutsches Jugendinstitut e. V.

Staatlich geförderte Programme zur Prävention von Rechtsextremismus existieren nunmehr seit 25 Jahren. Was zunächst als Jugendarbeit und nachfolgend als politisches Engagement in der Zivilgesellschaft in Gang gesetzt wurde, hat sich zunehmend zu Angeboten von Non-Profit-Organisationen entwickelt, die Teil sozialstaatlicher Wohlfahrtsproduktion sind. Dennoch ist ein großer Teil dieser Angebote nach wie vor befristet durch Sonderprogramme gefördert. Sie nachhaltig zu etablieren und mit den Regelangeboten bspw. der Kinder- und Jugendhilfe zu verzahnen, erweist sich als Sisyphusarbeit. Sollen die Präventionsangebote jedoch auf Dauer gestellt und in die Breite gebracht werden, existieren zu dieser Arbeit keine wirklichen Alternativen. Der Beitrag illustriert an einem konkreten Fallbeispiel, welche Herausforderungen zu bewältigen sind, um Spezialangebote der Rechtsextremismusprävention mit dem System der Erziehungsberatung zu verzahnen. Dabei wird gezeigt, dass es bei der Übertragung von Spezial- in Regelpraxis einer spezifischen Übersetzungsleistung bedarf, um einen Transfer erprobter Konzepte unter Berücksichtigung der Eigenlogiken und Fachsprachen der jeweiligen Angebotssysteme überhaupt möglich zu machen. Zudem werden Fragen des Transfermanagements diskutiert und hierbei vor allem die Bedeutung staatlicher Koordinierungsinstanzen herausgearbeitet.

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