23.06.2019

UNICEF und WHO veröffentlichen globalen Wasser-Report

Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben am 18.06.2019 die Studie Progress on drinking water, sanitation and hygiene: 2000-2017: Special focus on inequalities veröffentlicht. Danach stellt sich heraus, dass zwar große Fortschritte beim Zugang zur Versorgung mit Wasser, Toiletten und Hygiene erreicht wurden. Dieser ist aber ungleich verteilt und es gibt große Lücken bei der Qualität der Versorgung. In einer Presseinformation heißt es u.a.:

"Globale Trends für Trinkwasser
Nach den neuen Schätzungen von UNICEF und WHO haben zwischen 2000 und 2017 insgesamt 1,8 Milliarden Menschen zusätzlich Zugang zu einer Trinkwasser-Grundversorgung erhalten. Aber nach wie vor ist jeder Zehnte (785 Millionen) davon ausgeschlossen; darunter 144 Millionen Menschen, die keine Wahl haben als ungereinigtes Oberflächenwasser zu trinken. Besonders betroffen sind Menschen im ländlichen Raum und die ärmsten Familien.

Globale Trends bei der Sanitärversorgung
Dem Report zufolge haben seit dem Jahr 2000 weltweit 2,1 Milliarden Menschen zusätzlich Zugang zu einer Grundversorgung mit sanitären Einrichtungen erhalten, aber in vielen Teilen der Erde werden die Ausscheidungen nicht sicher entsorgt. Rund zwei Milliarden Menschen haben keine als „sicher“ eingestufte hygienische Toilette oder Latrine zur Verfügung – sieben von zehn der betroffenen Menschen leben auf dem Land, ein Drittel in einem der am wenigsten entwickelten Länder. Viele Menschen verrichten auch immer noch ihre Notdurft im Freien. Bei dem Ziel, diese Praxis zu beenden, gibt es sowohl Fortschritte als auch Rückschritte: So ging der Anteil der Bevölkerung, die öffentliche Defäkation praktizieren, seit 2000 von 21 Prozent auf neun Prozent zurück. In 91 Ländern gibt es Fortschritte. Aber schätzungsweise 673 Millionen Menschen erleichtern sich nach wie vor im Freien, und in 39 Ländern mehrheitlich im südlichen Afrika mit einem hohen Bevölkerungswachstum ist die Zahl sogar gestiegen.

Globale Trends für Hygiene
Drei Milliarden Menschen hatten 2017 keine einfache Waschgelegenheit mit Wasser und Seife zu Hause. In den am wenigsten entwickelten Ländern hatten fast drei Viertel der Bevölkerung keine Möglichkeit zum Händewaschen. Jedes Jahr sterben 297.000 Kinder unter fünf Jahren in der Folge von Durchfallerkrankungen, die durch mangelnde Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung verursacht werden. Unzureichende Sanitärversorgung und verschmutztes Trinkwasser tragen außerdem zur Übertragung von Krankheiten wie Cholera, Dysenterie (Ruhr), Hepatitis A und Typhus bei."

 

Ein Service des deutschen Präventionstages.
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