Kongressprogramm

Handlungsfeldübergreifende Prävention? Rechtsextreme und islamistische Deradikalisierung(sarbeit) im Vergleich

Abstract:
Rechtsextremismus und Islamismus sind Phänomene mit je spezifischen ideologischen Inhalten und gesellschaftlichen Entstehungskontexten. Doch zeigen sich auch Parallelen in Prozessen der Radikalisierung wie der Deradikalisierung - und daraus resultierend auch gemeinsame Anforderungen an distanzierungsfördernde und –stabilisierende Interventionen. Angesichts dessen lohnt ein vergleichender Blick auf entsprechende Ansätze und damit gewonnene Erfahrungen in beiden Handlungsfeldern.
In dem Vortrag sollen zunächst – basierend auf vorliegenden nationalen und internationalen Forschungserkenntnissen - gemeinsame Elemente rechtsextremer und islamistischer (De)Radikalisierungsprozesse skizziert werden. Vor diesem Hintergrund werden sodann Ansätze und Erfahrungen aus der Ausstiegsarbeit (Rechtsextremismus) mit ersten Erfahrungen aus der Deradikalisierungsarbeit (Islamismus) vergleichend diskutiert. Es sollen Lern- und Anregungspotenziale, aber auch Grenzen der Übertragbarkeit ausgelotet werden.
Vita:
geboren 1966, Studium der Soziologie und Politikwissenschaften M.A. Seit 2000 wiss. Referentin am Deutschen Jugendinstitut (DJI), Aussenstelle Halle; aktuell Projektleitung der "Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Radikalisierungsprävention" und kommisarische Leitung der Fachgruppe "Politische Sozialisation und Demokratieförderung" des DJI.