Kongressprogramm

Prävention als Fokus der Organisationsentwicklung in pädagogischen Institutionen

Abstract:
Prävention und Intervention als Fokus der Organisationsentwicklung führen dazu, dass sich pädagogische Einrichtungen in allen ihren Bereichen überprüfen und weiterentwickeln. Dabei geht es vor allem um eine Veränderung der Organisationsstruktur und Organisationskultur, um die Verbesserung von Verfahren und um die Professionalisierung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Was dies konkret heißt, lässt sich z.B. sehr gut anhand schulischer Alltagssituation veranschaulichen: Bei den in der Veranstaltung vorgestellten Beispielen geht es konkret um Jugendliche, "die etwas wissen", aus Loyalität zu ihren Altersgenossen aber nichts sagen. Eine Schule, der es gelungen ist, die Kommunikationskultur in einer Peergroup so zu fördern, dass es erlaubt ist, Hilfe zu holen, ohne in Gefahr zu sein, Freundschaften zu verlieren, muss zuvor über einen langen Zeitraum und konsequent in allen Bereichen zeigen, dass sie verlässlich arbeitet, Schülerinnen und Schülern glaubt, ihre Bedürfnisse ernst nimmt und sie zu schützen versteht. Präventiv arbeitet eine Organisation dann, wenn potentielle Täter merken, dass sie es schwer haben werden, Tabuzonen in dieser Organisation aufzubauen. Eine Schul- und Organisationsentwicklung, die den Schutz von Kindern in den Mittelpunkt stellt, definiert alle Räume - im unmittelbaren wie im übertragenen Sinne - unter der Maßgabe von Prävention und Intervention neu.
Vita:
Prof. Dr. Katrin Höhmann: Jg. 1961, Gymnasiallehrerin, Dipl.-Pädagogin, Organisationsentwicklerin. Arbeitsschwerpunkte: Ganztagsschule, Gesamtschule, Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt. Professorin für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Schul- und Unterrichtsentwicklung an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Langjährige Berufserfahrungen als Lehrerin in Gymnasien und als Schulleitungsmitglied an Gesamtschulen (u.a. Laborschule Bielefeld), als Wissenschaftlerin an der Uni Bielefeld und am IFS an der TU Dortmund sowie als Referatsleiterin in bei der Senatorin für Bildung und Wissenschaft in Bremen. Von 2011 – 2013 als Schulentwicklerin und kommissarische Schulleiterin an der Odenwaldschule.

Roland Kubitza: Jg. 1963, Dipl.-Sozialarbeiter, Sozialmanager, Kinderschutzfachkraft. Tätig als Systemischer Supervisor, Coach und Organisationsentwickler. Langjährige pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Leitung von Teams und Einrichtungen, Elternberatung, sozialraumorientierte Sozialarbeit, Beratung und Supervision, (Krisen-) Management, Qualitätsmanagement, Zusammenarbeit Jugendhilfe und Schule, Prävention und Intervention bei allen Formen von Gewalt u.v.m. Von 2011 - 2013 erster Internatsleiter an der Odenwaldschule.
08. Juni 2015
16:30 - 18:00 Uhr
Themenbox
Ein Vortrag der Themenbox
Schulische Gewaltprävention II
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