Kongressprogramm

Unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister fand der 16. Deutsche Präventionstag am 30. und 31. Mai 2011 in Oldenburg statt. Das Schwerpunktthema lautete:

Neue Medienwelten - Herausforderungen für die Kriminalprävention?

Korruption: (K)ein Thema in der Sozialen Arbeit?

Abstract:
Das Thema Korruption wird meist mit der freien Wirtschaft verbunden, mit Firmen wie Siemens, Telekom oder auch der Deutschen Bahn AG. In der Sozialen Arbeit erwartet man dieses Phänomen eher selten. Dabei findet Korruption in der Sozialen Arbeit durchaus statt. Zum Teil aufgrund von Unkenntnis, weil viele gesetzliche Regelungen hierzu nicht bekannt sind oder nicht auf den eigenen Bereich bezogen werden. Zum Teil aber auch als etablierte Strategie, um eine Marktposition am inzwischen hart umkämften Markt der Sozialdienstleistungen zu behaupten oder auszubauen. Der Vortrag weist auf Gefahrenbereiche im sozialen Bereich hin, die anfällig für Korruption sind, stellt entsprechende Gesetzesnormen sowie Ansätze zur Korruptionsprävention dar und präsentiert erste empirische Erhebungsergebnisse zum Thema Korruption im Sozialwesen.
Vita:
Linssen, Ruth, Prof., Dr. rer. pol., M.A., Professorin für Soziologie und Recht, Fachhochschule Münster, Fachbereich Sozialwesen, Hüfferstraße 27, 48149 Münster. Studium der Soziologie, Germanistik und Psychologie und Promotion in Oldenburg, anschließend Tätigkeiten an der Universität Bielefeld, beim Niedersächsischen Justizministerium, an der Fachhochschule des Bundes sowie als Professorin für Polizeiwissenschaften an der FHöV NRW. Arbeitsschwerpunkte Kriminologie und Kriminalprävention, aktuell insbesondere unethisches Verhalten in der Sozialen Arbeit und Korruptionsprävention.

Litzcke, Sven Max, Prof., Dr. rer. nat., Professor für Human Resource Management und Wirtschaftspsychologie, Fakultät IV – Wirtschaft und Informatik, Abteilung Wirtschaft, Hochschule Hannover, Postfach 92 02 51, 30441 Hannover. Sven Litzcke studierte Verwaltungswissenschaften und Psychologie in Köln und Freiburg und schloss sein Studium als Diplom-Psychologe sowie als Diplom-Verwaltungswirt (FH) ab. Er promovierte an der Universität Tübingen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle zwischen Betriebswirtschaftslehre, Psychologie und Sicherheit, aktuell sind dies folgende Themen: Sicherheit in Organisationen, Wirt­schaftsspionage und Wirtschaftskriminalität, speziell Korruption.
31. Mai 2011
09:00 - 10:00 Uhr
Offenes Forum