Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ)

Damit die Menschen in Deutschland sicher, konfliktfähig und chancengleich zusammenleben können, fördert das Bundesfamilienministerium (BMBFSFJ) Prävention auf vielfältige Weise: zum Beispiel in der Kinder- und Jugendbildungslandschaft sowie in verschiedenen Programmen und Projekten gegen sexualisierte Gewalt und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen. Weitere Schwerpunkte in der Präventionsförderung liegen darauf, junge Menschen, Familien und Fachkräfte im Umgang mit Krisen zu stärken, Kindern und Jugendlichen ein tolerantes und respektvolles Miteinander in der Gesellschaft zu vermitteln und ihre digitale Medienkompetenz zu schulen.

Dem BMBFSFJ ist es wichtig, die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Menschen im Lebensverlauf zu stärken – mit guter Bildung von Anfang an und mit Angeboten zur Stärkung einer partnerschaftlichen Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf für Frauen und Männer (www.wirtschaftlich-eigenständig,de und www.Lebenskarte.info ).

Die Rechtsansprüche auf Erziehung, Bildung und Betreuung für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr, der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter, der ab August 2026 stufenweise eingeführt wird, sowie die Angebote der Frühen Hilfen (https://www.fruehehilfen.de/) leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur Prävention von familiärer Überlastung und fördern zugleich die eine substantielle Erwerbstätigkeit insbesondere von Frauen.

Die wirtschaftliche Eigenständigkeit ist zugleich eine wichtige Grundlage für ein Leben frei von häuslicher Gewalt. Entschieden stellt sich das BMBFSFJ auch gegen Gewalt und die Ausbeutung von Frauen: Mit der Förderung von Vernetzungsstellen der Frauenhäuser oder Frauenberatungsstellen im Hilfesystem werden Angebote für Schutz und Beratung für betroffene Frauen unterstützt, unter anderem zum Thema digitale Gewalt und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Die Bedarfe vulnerabler Gruppen, wie Frauen mit Behinderungen oder geflüchteter Frauen sowie LSBTIQ+-Personen, werden hierbei berücksichtigt. Beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ erhalten gewaltbetroffene Frauen, ihr soziales Umfeld und Fachkräfte rund um die Uhr, anonym, kostenlos und in 18 Fremdsprachen, in Deutscher Gebärdensprache und in Leichter Sprache qualifizierte Beratung.  (https://www.hilfetelefon.de/).

Zur Bekämpfung von Sexismus hat das Bundesfamilienministerium im Februar 2023 – unterstützt mit einem Projekt der EAF Berlin – ein breites gesellschaftliches Bündnis gegründet, in dem sich Bündnispartner aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft aktiv engagieren.

Ein wichtiges Instrument zur gesundheitlichen Prävention stellt auch die ganzheitliche Sexualaufklärung dar. Auf Grundlage des Schwangerschaftskonfliktgesetzes entwickelt das Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) unter der Fachaufsicht des BMBFSFJ diverse Medien und Maßnahmen zur Sexualaufklärung, die in unterschiedlicher Weise auf Prävention einzahlen: altersgerechte und ganzheitliche Sexualaufklärung verhindert ungewollte Schwangerschaften, befähigt Menschen zu einem gesundheitsförderlichen, eigen- und partnerverantwortlichem Umgang mit Sexualität und leistet damit einen Beitrag zu Prävention von sexuell übertragbarer Krankheiten und Partnerschaftsgewalt – und ist zuletzt wichtige Voraussetzung für die Prävention von sexualisierter Gewalt an Kindern.

Die partnerschaftliche Gleichstellungspolitik des Bundesfamilienministeriums stärkt auch Jungen und Männer , zum Beispiel mit dem Ausbau von Beratungsangeboten und einer Online-Anlaufstelle (https://echte-maenner-reden.de/). Zudem fördert das BMBFSFJ Projekte und Materialien, die ältere Menschen beispielsweise vor Vereinsamung oder Kriminalität schützen.

Bei der Bekämpfung des Menschenhandels und der Unterstützung von Betroffenen arbeitet das BMBFSFJ eng mit den beteiligten Bundesressorts, den Bundesländern und der Zivilgesellschaft zusammen. Koordiniert wird hier die Erarbeitung des „1. Nationalen Aktionsplans gegen Menschenhandel“, außerdem eine bundesweite Vernetzung der Fachberatungsstellen.

Zwei weitere wesentliche Bereiche der Präventionsarbeit sind die politische Bildung und das zivilgesellschaftliche Engagement: Denn demokratiestärkende und präventive Maßnahmen fördern – gerade in Zeiten zunehmender rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Hetze und Gewalt – den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das Bundesprogramm "Demokratie leben!" (https://www.demokratie-leben.de/) unterstützt zivilgesellschaftliches Engagement kommunal, regional und bundesweit und ist bereits seit 2015 als „lernendes Programm“ konzipiert: In der laufenden dritten Förderperiode wurde das Programm weiterentwickelt und fokussiert. "Demokratie fördern – Vielfalt gestalten – Extremismus vorbeugen" bleiben die Programmziele.

Webseite: www.bmfsfj.de

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