Traditionsgebundene muslimische Mädchen im Sportverein - Herausforderungen der Integration

Dr. Ohle Wrogemann
Landessportbund Rheinland-Pfalz

Auf der einen Seite scheinen gruppenbezogene Menschenfeinde auf der anderen bedrohliche Parallelgesellschaften zu stehen – so die Schwarz-Weiß-Malerei einer populistischen Perspektive. Öffentliche Diskussionen um Kopftuch, Burkini und Handschlag – traditionsgebundene muslimische Mädchen geben seit vielen Jahren Anlass, die interkulturelle Kompetenz und die Konfliktfähigkeit unserer Gesellschaft herauszufordern.

Auf der Basis der Erfahrungen von fast drei Jahrzehnten im Programm "Integration durch Sport" des DOSB hat die Sportjugend Rheinland-Pfalz mit Unterstützung des Integrationsministeriums ein Förderprogramm entwickelt, das traditionsgebundene muslimische Mädchen in die Übungsstunden der Sportvereine holt. Anlass dafür war zunächst die Tatsache, dass die Zielgruppe viel zu wenig an den Angeboten des organisierten Sports partizipiert und damit gesundheitliche Defizite riskiert. Denn sportliche Bewegung leistet einen elementaren Beitrag zur gesunden physischen, psychischen und sozialen Entwicklung von Kindern.

Zur Genehmigung der Förderung ist aber die Zusammenarbeit von drei Partnern Voraussetzung – einem Sportverein mit der sportlichen Kompetenz – einer Jugendhilfeeinrichtung mit der sozialpädagogischen Kompetenz – und einer muslimischen Organisation mit der kulturspezifischen Kompetenz. Der Beitrag reflektiert die Erfahrungen auch mit Bezug auf die Zielgruppe Flüchtling

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