01.07.2018

Weltdrogenbericht 2018

Am 22.06.2018 hat das UN-Office on Drugs and Crime (UNODC) den aktuellen Weltdrogenbericht (WDR) veröffentlicht. Danach nahmen im Jahr 2015 etwa eine Viertelmilliarde Menschen Drogen. Von diesen litten rund 29,5 Millionen Menschen - das sind 0,6 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung - unter Drogenkonsumstörungen bzw. Drogenabhängigkeit.  

Der nicht-medizinische Gebrauch von verschreibungspflichtigen Medikamenten wird weltweit zu einer großen Bedrohung für die öffentliche Gesundheit und die Strafverfolgung, wobei Opioide den größten Schaden anrichten und 76 Prozent der Todesfälle verursachen, an denen Drogenkonsumstörungen beteiligt waren. Die weltweite Beschlagnahme von pharmazeutischen Opioiden im Jahr 2016 betrug 87 Tonnen, was in etwa der Menge des in diesem Jahr beschlagnahmten Heroins entspricht. Die Sicherstellungen von pharmazeutischen Opioiden - hauptsächlich Tramadol in West- und Zentralafrika und Nordafrika - machten im Jahr 2016 87 Prozent der weltweiten Gesamtmenge aus. Länder in Asien, die bisher mehr als die Hälfte der weltweiten Sicherstellungen ausmachten, meldeten im Jahr 2016 nur 7 Prozent der weltweiten Sicherstellungen. Die weltweite Kokainproduktion erreichte 2016 mit geschätzten 1.410 Tonnen den höchsten jemals gemeldeten Wert. Der größte Teil des weltweiten Kokains stammt aus Kolumbien, während der Bericht auch zeigt, dass Afrika und Asien sich zu Zentren des Kokainhandels und -konsums entwickeln. Von 2016-2017 stieg die weltweite Opiumproduktion um 65 Prozent auf 10.500 Tonnen, die höchste Schätzung der UNODC seit Beginn des 21. Jahrhunderts. Ein deutlicher Anstieg des Schlafmohnanbaus und eine allmähliche Ertragssteigerung in Afghanistan führten im vergangenen Jahr zu einer Opiumproduktion von 9.000 Tonnen.

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