
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) teilt mit: Das von der Bundesregierung gegründete „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt“ veranstaltet am 23. Mai 2012 den jährlichen Festakt zur Feier des Grundgesetzes im Friedrichstadt-Palast, Berlin. Höhepunkt der Veranstaltung ist die Verleihung des Preises „Botschafter für Demokratie und Toleranz“ 2012.

Die Violence Prevention Alliance der (VPA) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Rahmen ihrer diesjährigen Konferenz am Rande des 17. Deutschen Präventionstages in München den "Global Campaign for Violence Prevention: Plan of Action for 2012 - 2020" erarbeitet und in seiner offiziellen Fassung nun am 21.05.2012 veröffentlicht.
Mitglieder der Violence Prevention Alliance.aus der Bundesrepublik Deutschland sind:

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben am 15.05.2012 den ersten Bundeswettbewerb Alkoholprävention gestartet. Unter dem Motto „Innovative Projekte umsetzen - nachhaltig wirken“ werden besonders ideenreiche und zukunftsweisende Projekte in der Alkoholprävention für Jugendliche gesucht.
Insgesamt wird ein Preisgeld von 50.000 Euro vergeben, maximal 10.000 Euro pro Projekt. Wettbewerbsbeiträge können bis zum 24. August 2012 online über www.bundeswettbewerb-alkoholpraevention.de eingereicht werden.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veranstaltet die Konferenz "Gespaltene Stadtgesellschaften? am 19.06.2012 in Siegburg/Bonn.
Moderne Gesellschaften weisen zunehmend Spreizungen auf: Häufig geht die Auseinanderentwicklung armer und reicher, einflussloser und einflussreicher Bevölkerungsgruppen mit räumlichen Konzentration bzw. Segregation einher. Besonders in Großstädten werden diese Trends offenbar.
Die Konferenz richtet den Blick auf Großstädte in Deutschland: Wie sieht heute Armut und Reichtum in deutschen Städten aus? Was bedeutet Integration, was Segregation? Wer lebt heute im Zentrum, wer am Rand der Gesellschaft? Welche Stadtquartiere sind Heimstatt der Privilegierten und welche der Ausgegrenzten? Welche Stadtstrukturen und Entwicklungen unterstützen oder verhindern die räumliche Polarisierung? Welchen Stellenwert hat das Planungsideal gemischter Stadtquartiere?
Die Konferenz soll Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten von Verwaltung und Politik deutlich machen, dem Erfahrungsaustausch dienen und Rahmenbedingungen abwägen.

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat am 10.05.2012 in Berlin die Ergebnisse einer repräsentativen Untersuchung zum Themenkomplex Gewalt in der Pflege veröffentlicht. Eine Zusammenfassung der Umfrageergebnisse und weitere Hintergrundinformationen finden sich auf der Webseite des ZQP.

Mit dem „klicksafe Preis für Sicherheit im Internet“ werden seit 2006 Angebote ausgezeichnet, die einen Beitrag zur Förderung der Medienkompetenz und sicheren Nutzung des Internets leisten. Aus insgesamt 112 Angeboten hat ein Expertengremium unter der Leitung der Stiftung Digitale Chancen im Mai 2012 sechs Nominierungen ermittelt. Vergeben werden die Preise im Rahmen der Preisverleihung des Grimme Online Award am 20. Juni 2012 in Köln.

Bundesinnenminister Dr. Friedrich und der Vorsitzende der Ständigen Konferenz der
Innenminister und -senatoren der Länder, Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier, haben am 16.05.2012 in Berlin die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2011 vorgestellt:

Die 2011 gegründete Initiative „Tu was! Zeig Zivilcourage!“ veranstaltet am 14. Juni 2012 den 1. Zivilcouragekongress im Bremer Lidice Haus. Der Kongress beabsichtigt eine erste bundesweite Vernetzung der im Bereich Zivilcourage tätigen Organisationen, Initiativen, Vereine und Menschen.

Der im Jahre 1993 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene internationale Tag der Familie am 15. Mai jeden Jahres steht in diesem Jahr unter dem Motto "Wahrung der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie".
Weitere Hinweise zu dem in Deutschland bislang nur wenig beachteten Jahrestag finden sich u.a. bei:

Am 08.05.2012 wurde das Jahresgutachten 2012 des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) veröffentlicht. Das Jahresgutachten analysiert, wie funktionstüchtig die integrationspolitische Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen ist. Dabei zeigt sich deutlich die Schattenseite des Föderalismus: Die Verteilung der Gesetzgebungskompetenzen und Verwaltungsaufgaben auf unterschiedliche Akteure in Bund, Ländern und Kommunen führt zu zahlreichen parallelen, sich überschneidenden und sogar konkurrierenden Zuständigkeiten, die eine effektive Bündelung integrationspolitischer Maßnahmen erschweren. Zudem verfolgen die Akteure – je nach politischer Färbung – oft sehr unterschiedliche integrationspolitische Agenden.

der 1968 gegründete "Club of Rome" wurde weltbekannt durch den 1972 veröffentlichten Bericht "Die Grenzen des Wachstums". Nun hat die Nichtregierungsorganisation einen neuen Report veröffentlicht: "A Global Forecast for the Next Forty Years - 2052". Befürchtet wird insbesondere, dass die Menschheit zu langsam lernt, um mit den gegebenen Ressourcen der Welt nachhaltig zu wirtschaften.

Seit 1996 identifiziert das Center for the Study and Prevention of Violence (CSPV) mit den Blueprints nationale Gewaltpräventionsprogramme deren Wirksamkeit durch Evaluationsstudien belegt werde kann.

Die Hochule Luzern veranstaltet am 4. und 5. Juni 2012 im Luzerner Verkehrshaus der Schweiz, gemeinsam mit Partnerinstituten aus Österreich und Deutschland, die Dreiländertagung "Wegsperren - und zwar für immer? Resozialisierung im Spannungsfeld von Sicherheitserwartungen und sozialer Integration: Standortbestimmung und neue Perspektiven in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich".

Das "Manifest zur Neugründung Europas von unten" wurde initiiert durch Ulrich Beck und Daniel Cohn-Bendit und hat inzwischen zahlreiche Unterzeichner gefunden. Auf der Webseite wwww.manifest-europa.eu finden sich der Text des Manifestes, die Liste der bisherigen Unterzeichner sowie weitere Hintergrundinformationen.
mehr anzeigen"Ein Freiwilliges Jahr für alle – für Taxifahrer und Theologen, für Angestellte, Arbeiter und Arbeitslose, für Musiker und Manager, für Lehrer und Lehrlinge, Künstler und Köche, Richter und Rentner, für Frauen und Männer – als eine Antwort auf die Euro-Krise!
Die Jugend Europas, besser ausgebildet denn je, erfährt mit den drohenden Staatsbankrotts und dem Niedergang der Arbeitsmärkte ihr „europäisches Schicksal“. Jeder vierte Europäer unter 25 Jahren ist arbeitslos. Dort, wo das jugendliche Prekariat seine Zeltlager errichtet hat und seine Stimme öffentlich erhebt, geht es um die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit. Ob in Spanien, Portugal, in den Ländern Nordafrikas, oder in den amerikanischen Großstädten, oder in Moskau – diese Forderung wird überall machtvoll vorgebracht. Es wächst die Wut über eine Politik, die mit riesigen Summen Banken rettet, aber die Zukunft der Jugend verspielt. Doch welche Hoffnung bleibt dann für ein Europa, das immer älter wird?
Der US-Präsident John F. Kennedy versetzte einst die Welt in Erstaunen mit seiner Idee, ein Peace Corps ins Leben zu rufen. „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann, fragt, was ihr für euer Land tun könnt.“
Wir, die Erstunterzeichnenden, möchten der europäischen Bürgergesellschaft eine Stimme geben. Wir fordern deshalb die Europäische Kommission und die nationalen Regierungen, das Europäische Parlament und die nationalen Parlamente dazu auf, ein Europa der tätigen Bürger zu schaffen und sowohl die finanziellen wie auch rechtlichen Voraussetzungen für ein Freiwilliges Europäisches Jahr für alle bereitzustellen – als Gegenmodell zum Europa von oben, dem bisher vorherrschenden Europa der Eliten und Technokraten. Europa droht zu scheitern an der unausgesprochenen Maxime der Europapolitik, das Glück des europäischen Bürgers notfalls auch gegen seinen Willen zu schmieden.
Es geht darum, die nationalen Demokratien europäisch zu demokratisieren und auf diese Weise Europa neu zu begründen. Nach dem Motto: Frage nicht, was Europa für dich tun kann, frage vielmehr, was du für Europa tun kannst – Doing Europe!
Kein Vordenker – von Jean-Jacques Rousseau bis Jürgen Habermas – wollte eine Demokratie, die sich in periodischen Abstimmungen erschöpft. Die Schuldenkrise, die gegenwärtig Europa spaltet, ist nicht nur eine wirtschaftliche, sondern eine politische. Um sie zu lösen, bedürfen wir der europäischen Bürgergesellschaft und der Vision der jüngeren Generationen. Wir dürfen nicht zulassen, dass Europa dabei zum Feindbild wird, dass eine „Wutbewegung“ der Bürger gegen ein Europa ohne Europäer entsteht. Europa kann nicht ohne engagierte Europäer funktionieren, und Europäer können ihre Sache nicht tun, ohne die Luft der Freiheit zu atmen.
Die nationale, ethnische und religiöse Grenzen übergreifende Praxis, die das Freiwillige Europäische Jahr stiftet, dient nicht als Feigenblatt für politische Versäumnisse. Sie soll vielmehr schöpferische Räume eröffnen. Das Europäische Freiwilligenjahr für alle ist also ein Selbstbegründungsakt der europäischen Bürgergesellschaft und nicht ein Almosen an die arbeitslosen Jugendlichen, ein Selbstgründungsakt, mit dem sich Europa eine neue tätige Verfassung von unten gibt und damit seine politische Kreativität und Legitimität begründet. Politische Freiheit schließt Furchtlosigkeit ein, welche nur dort wächst, wo die Menschen ein Dach über dem Kopf haben und heute wissen, wovon sie morgen und im Alter leben. Daher bedarf das Europajahr einer soliden Grundfinanzierung. Wir rufen die europäische Wirtschaft auf, dazu ihren Beitrag zu leisten!
Das Europa von unten kann nicht auf vorgegebene Aktionsmuster zurückgreifen. Seine Bürger gehen in andere Länder und werden transnational in Problemfeldern aktiv, für die Nationalstaaten keine Lösung mehr bieten – so z.B. bei Klimawandel und Umweltzerstörung, Flüchtlingsströmen, Rassismus und Rechtsradikalismus. Sie möchten aber auch die europaweit vernetzten Kunst-, Literatur und Theaterhäuser als Bühnen für Europa nutzen. Es bedarf einer neuen Abstimmung zwischen Staat, EU, politischer Zivilgesellschaft, Markt, sozialer Sicherheit und ökologischer Zukunftsfähigkeit.
Wozu ist Europa gut? Wie viel ist uns Europa wert? Welches Modell kann und soll die Zukunft Europas im 21. Jahrhundert gewährleisten? Das sind brennend offene Fragen. Unsere Antwort lautet: Europa ist ein Labor politischer und sozialer Ideen, wie es das nirgendwo sonst gibt. Was macht die Identität Europas aus? Man könnte sagen, das Europäische liegt im Dialog und Dissens der vielen politischen Kulturen des „Citoyen“, des „Citizen“, des „Staatsbürgers“, des „Burgermatschappij“, des „Ciudadano“, des „Obywatel“, des „Politês“ –, aber auch in der Ironie, im Lachen Europas über sich selbst.
Es gibt keinen besseren Weg als das tätige Miteinander der Bürger, um Europa mit Leben und Lachen zu füllen."
weniger anzeigen| Projekte | DPT-Map | DPT-Uni | |||
| Weiteres |
Kontakt | Folgen Sie uns auf Twitter |